Denkmalschutz: Kulturpolitiker fordern Einsatz und Positionierung der Stadt.

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Rosafarben und mit aufgemalten Fenstern ist das Teehäuschen in Büderich ein Wahrzeichen Meerbuschs.

Rosafarben und mit aufgemalten Fenstern ist das Teehäuschen in Büderich ein Wahrzeichen Meerbuschs.

Rosafarben und mit aufgemalten Fenstern ist das Teehäuschen in Büderich ein Wahrzeichen Meerbuschs.

Büderich. Es gilt als das Wahrzeichen von Meerbusch, doch sein Zustand ist besorgniserregend. Das Teehäuschen in der süd-westlichen Ecke des Weyhe-Parks von Haus Meer verfällt zusehends. Dem flammenden Plädoyer der städtischen Denkmalbeauftragten Rosemarie Vogelsang, den markanten Gartenpavillon endlich zu sanieren, wollten oder konnten sich die Politiker im jüngsten Kulturausschuss nicht verschließen.

Rückendeckung erhielt Vogelsang von der Grünen Irmtraut Richter, die die Stadt in die Pflicht nahm und für ihre Ausführungen Beifall aus allen Reihen erntete: "Die Stadt ruht sich seit langem in ihrer Wartehaltung aus. Es ist an der Zeit, sich zu positionieren, anstatt tatenlos zuzusehen, wie der Identifikationspunkt der Stadt zerfällt."

"Dezernent Gérard nimmt Denkmalschutz doch gar nicht ernst."

Georg Neuhausen, SPD

Georg Neuhausen (SPD) stieß ins gleiche Horn: "Die Stadt legt uns immer nur Informationsvorlagen auf den Tisch, zu beschließen haben wir bei Haus Meer nichts mehr." Zudem prangerte er an, dass der Technische Beigeordnete Just Gérard so gut wie nie an den Sitzungen des Kulturausschusses teilnehme. "Das war früher gute Sitte. Gérard nimmt Denkmalschutz doch gar nicht ernst."

Eine Sanierung würde rund 230 000 Euro kosten, hat Vogelsang ausrechnen lassen. Einen entsprechenden Antrag auf Fördergelder könne aber nur der Eigentümer des Geländes stellen, erinnerte der Ausschussvorsitzende Franz-Josef Radmacher (CDU), und das sei der Kölner Agne. "Und der wird die Sanierung bestimmt nicht bezahlen."

Radmachers Parteikollege Carsten Herlitz kündigte für die Hauptausschusssitzung einen Antrag von CDU und Grünen - ohnehin Bestandteil ihres Kooperationsvertrags - auf die Einberufung eines Arbeitskreises Haus Meer an. "Wir müssen in diese Sache endlich wieder Zug reinbringen. Wir wollen nicht länger immer nur zuhören, sondern machen."

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