Im vergangenen Jahr waren keine dramatischen Großeinsätze nötig.

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Auf der Osterather Straße fegte ein Minivan drei Pkw zur Seite.

Auf der Osterather Straße fegte ein Minivan drei Pkw zur Seite.

Der Pkw wurde auf der A 57 vom Lkw eingeklemmt. Wie durch ein Wunder wurde niemand ernsthaft verletzt.

feuerwehr, Bild 1 von 2

Auf der Osterather Straße fegte ein Minivan drei Pkw zur Seite.

Meerbusch. 386 Einsätze absolvierte die Feuerwehr Meerbusch im vergangenen Jahr, fünf Prozent weniger als 2012. Es ist der niedrigste Wert seit 2005 (332).

Großbrände blieben aus, doch einige größere Einsätze gab es. So entstand bei zwei Bränden im Mai erheblicher Sachschaden. In Ilverich geriet der Dachboden eines Einfamilienhauses in Brand, den ein Großaufgebot der Feuerwehr bekämpfte, unter anderem, indem Teile der Dachverkleidung entfernt wurden. Schwarzer Rauch drang wenige Tage später aus einem zweigeschossigen Wohn- und Geschäftshaus an der Dorfstraße in Büderich, in dem mehrere Brandstellen gefunden wurden. Anfang September waren ein hölzerner Carport und ein Mercedes Sportwagen in Strümp nicht mehr zu retten. Dass sich am gleichen Tag ein Strohballenbrand in Lank ausbreitete, konnte dagegen verhindert werden.

Viel Glück hatte Ende September eine Familie in Büderich: Ein Junge wurde kurz vor Mitternacht durch ein Geräusch geweckt. Er bemerkte dichten Rauch und weckte sofort Mutter und Geschwisterkind, so dass alle der Gefahr entkamen. Mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung wurden sie in ein Krankenhaus gebracht.

Anfang Dezember retteten Polizei und Feuerwehr drei Personen aus einem Mehrfamilienhaus in Büderich. Giftiger Rauch war nach einem Brand in einem Wohnzimmer entstanden und hatte sich durch die geöffnete Wohnungstür im Treppenhaus und in angrenzende Wohnungen verteilt.

Einsatzgebiet erstreckt sich auch auf die Autobahnen

Im April kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 57, wo ein Pkw zwischen Mittelleitplanke und Lkw eingeklemmt wurde und der Auflieger teilweise umkippte. Wie durch ein Wunder wurde kein Beteiligter ernsthaft verletzt. Mitte Juli verlor ein Lkw 120 Liter Diesel auf der A 52 auf Fahrspuren und Standstreifen. Insgesamt verbrauchte die Feuerwehr mehr als 40 Säcke Bindemittel zur Beseitigung der Ölspur – so viel, wie statistisch gesehen in Meerbusch nur alle fünf Jahre benötigt werden.

Von 386 Einsätzen waren 55 Prozent Technische Hilfeleistungen (214), 20 Prozent Brandeinsätze (77) und 25 Prozent Fehlalarme (95).

46 Personen mussten aus einer Notlage befreit werden, Personal und Gerät war bei 30 Verkehrsunfällen gefordert, 42 Ölspuren wurden abgestreut, 36 Sturmschäden beseitigt und 26 Tieren wurde geholfen.

Die hohe Zahl der Fehlalarme ist weniger auf Mutwillen, als darauf zurückzuführen, dass sich die Situation vor Ort anders darstellte als zum Zeitpunkt des Notrufs und die Feuerwehr nicht tätig werden musste.

Statistisch gesehen dauerte jeder Einsatz 42 Minuten und erforderte 13 Einsatzkräfte. Einsatzstunden insgesamt: 270.

Osterath 100, Büderich 96, Lank 72, Strümp 45, Langst-Kierst 19, Nierst 14, Ossum-Bösinghoven 10. Mit 74 Einsätzen ist der Dienstag nach wie vor der einsatzreichste Wochentag. Die meisten Alarmierungen erfolgen zwischen 12 und 15 Uhr.

Bei einem spektakulären Verkehrsunfall im Oktober in Strümp schob ein Minivan zwei Pkw von der Osterather Straße auf das angrenzende Feld und rammte ein drittes Fahrzeug. Alle Fahrzeuginsassen mussten in Krankenhäuser transportiert werden.

Auf Grund der zentralen Funktion innerhalb der Feuerwehr Meerbusch waren die hauptamtlichen Kräfte aus Osterath an zwei Drittel der Einsätze beteiligt. 100 Mal wurde der Löschzug Osterath alarmiert und führt damit die Tabelle der Freiwilligen Einheiten an. Red

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