Das Haus des Landwirts steht noch immer in dem neuen Wohnkarree Görgesheide. Bis zum Sommer, spätestens aber bis September müsse das Haus dann auch weg, so der Geschäftsführer des Hauptinvestors TenBrinke.

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Die landwirtschaftlich genutzten Hofanlagen sind weg, das Wohnhaus steht noch immer einsam an der Erwin-Heerich-Straße.

Die landwirtschaftlich genutzten Hofanlagen sind weg, das Wohnhaus steht noch immer einsam an der Erwin-Heerich-Straße.

Ingel

Die landwirtschaftlich genutzten Hofanlagen sind weg, das Wohnhaus steht noch immer einsam an der Erwin-Heerich-Straße.

Osterath. Mit dem Inkrafttreten des Bebauungsplans für das Wohnkarree Görgesheide 2007 stand frühzeitig fest, dass Landwirt Andreas Hoppe sich bis Ende vergangenen Jahres ein neues Domizil hätte suchen müssen. Doch während Scheune und weitere Nebengebäude inzwischen dem Erdboden gleichgemacht wurden, steht das Wohnhaus noch immer unangetastet inmitten der Neubauten.

Das sei ein bisschen knifflig, sagt Stadtsprecher Michael Gorgs und bestätigt die einst getroffene Vereinbarung mit dem Landwirt, sich bis Ende 2009 aus dem Gebiet zurückzuziehen. "Der Bauaufsicht war aber vor allem wichtig, dass keine lärmintensiven Arbeiten in diesem Bereich mehr durchgeführt werden. Das ist geschehen", so Gorgs.

Erik Lokotte, Geschäftsführer des Hauptinvestors TenBrinke, der das Wohngebiet federführend entwickelt, bestätigt eine Art aus der Not geborene Übergangslösung: "Es stimmt, eigentlich hätte die Hofanlage längst komplett von dem Standort verschwinden müssen. Aber wir wollten zunächst einmal sicherstellen, dass der landwirtschaftliche Betrieb eingestellt wird und keine Traktoren mehr direkt durch das Wohngebiet fahren." Bis zum Sommer, "spätestens aber bis September", sagt Lokotte, müsse das Haus dann auch weg.

So will Andreas Hoppe das nicht stehen lassen: "Das geschieht alles in dem Rahmen, der bereits vor sieben, acht Jahren so mit der Stadt vereinbart wurde." Eine Frist, auch das Wohnhaus bis Ende 2009 abreißen zu lassen, gebe es nicht.

Andreas Hoppe will an den Bommershöfen neu bauen

Hoppe, der seine landwirtschaftlichen Maschinen nun zum Teil auf einer ihm gehörenden Fläche auf der anderen Seite des Görgesheideweges stehen hat, beabsichtigt auf jeden Fall in Osterath zu bleiben.

"Wir wollen an den Bommershöfen neu bauen. Wir stehen in Verhandlungen, die noch andauern", sagt der Landwirt, der zuversichtlich ist, bald wieder neu anfangen zu können.

Währenddessen laufe die Vermarktung für die langfristig von Ten Brinke geplanten 41 Einfamilienhäuser in dem Neubaugebiet gar nicht einmal schlecht, erklärt Lokotte: "13 sind verkauft, drei reserviert, 19 befinden sich im Bau.

Und es gibt viele weitere Nachfragen. Das ist alles in allem zwar weniger, als wir vor anderthalb Jahren erwartet hatten, aber gemessen an der gerade erst abflauenden Wirtschaftskrise so schlecht dann auch wieder nicht."

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