Seit 20 Jahren backen die Mitglieder des Lions-Clubs Spekulatius.

Die Bäckermeister des Lions-Clubs bei der Arbeit: (v.l.) Klaus Smets, Gerd Neusen, Valentin Schillings und Klaus Wittmann.
Die Bäckermeister des Lions-Clubs bei der Arbeit: (v.l.) Klaus Smets, Gerd Neusen, Valentin Schillings und Klaus Wittmann.

Die Bäckermeister des Lions-Clubs bei der Arbeit: (v.l.) Klaus Smets, Gerd Neusen, Valentin Schillings und Klaus Wittmann.

Dackweiler

Die Bäckermeister des Lions-Clubs bei der Arbeit: (v.l.) Klaus Smets, Gerd Neusen, Valentin Schillings und Klaus Wittmann.

Aus der Backstube duftet es verheißungsvoll nach Weihnachtsplätzchen. Wie an jedem ersten Samstag im Advent hat sich der Lions Club Düsseldorf-Meererbusch im Café Schwarz verabredet. Die Herren sind angetreten, um große Mengen an Spekulatius zu backen. Hübsch verpackt in Portionen von 200 Gramm, werden sie am kommenden Samstag, 3. Dezember, zwischen 9 und 13 Uhr beim traditionellen Lions-Basar in der Kaiser´s-Passage in Büderich verkauft.

16 der 37 Mitglieder beteiligen sich an der Back-Aktion

„Den Teig machen wir nicht selber, wir bekommen immer den berühmten vom Café Schwarz“, erzählt Club-Präsident Michael Schillings. Aber es bleibt noch genügend zu tun, bis das knusprige Gebäck aus dem Ofen kommt. Der Teig muss ordentlich gewalkt werden und erhält mit einem Modem in der Maschine seine typische Spekulatius-Struktur. 16 der 37 Mitglieder machen diesmal mit, und jeder hat seine spezielle Aufgabe.

Welche Phase der Produktion am kniffligsten ist? „Die perfekte Ausrichtung auf dem Blech“, antwortet Mitbäcker Klaus Smeets sachkundig. „Es soll ja möglichst wenig Bruch geben.“ Jemand deutet auf Gerd Neusen: „Das ist unser Doktor Spekulatius! Er ist Ingenieur, er hat den Überblick.“ Neusen schaut auf die Uhr und nickt zufrieden: „Wir haben den Prozess optimiert“, sagt er. „Für die geplante Menge brauchen wir diesmal nur gut die Hälfte der üblichen Zeit.“

Seit über 20 Jahren stellen die Lions-Brüder nun schon die würzigen Spekulatius her, immer 150 bis 200 Päckchen à 40 Stück. Sie werden ergänzt durch Weihnachtsplätzchen, die daheim von den Ehefrauen gebacken werden. Auch einige der Bäcker gehen noch einmal ran und liefern aus der heimischen Backstube Plätzchen nach. Felix Hiersig hat sich vorgenommen, zu Hause nachzulegen und am Samstag Tüten mit Spitzgebäck beizusteuern. Der Verkaufserlös kommt der Hospizbewegung in Meerbusch und der Arbeit für kriegsverletzte Kinder im Friedensdorf Oberhausen zugute. In der Regel werden die Einnahmen anschließend vom Club und seinen Mitgliedern verdoppelt.

Beim Basar im Dorfcenter können auch Altkleider und Spielsachen für die Bedürftigen abgegeben werden. Den Lions Club Verein Düsseldorf-Meererbusch gibt es seit 1969. Gründungsmitglied Dieter Veltjens sitzt im Café Schwarz an einem Tisch und schichtet sorgsam die noch warmen Spekulatius in die Päckchen. Aber nur die unversehrten: „Die haben die Qualitätssicherung bestanden.“ Der Bruch wandert in ein Schälchen, das dann auch blitzschnell von den fleißigen Bäckermeistern leer geputzt wird. Frisch aus dem Ofen schmeckt das eigene Backwerk eben am besten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer