UWG will bei Haushaltsberatung Antrag stellen.

Meerbusch. Zur Mitternachtssitzung ist die erste Ratssitzung nicht geworden, auch wenn sich die Bündnisgrünen offensichtlich mit Proviant eingedeckt hatten: Mit Süßigkeiten, heißen Getränken in Thermoskannen und Obstkörbchen zogen sie in den Rat, nachdem der UWG-Vorsitzende Christian Staudinger-Napp angekündigt hatte, über die Besetzung eines jeden Ausschusses getrennt abstimmen zu lassen. Diese Demonstration fiel jedoch aus: In einem längeren Gespräch mit Franc Dorfer (FDP) hatte sich der UWG-Chef insoweit besänftigen lassen, dass er auf diesen öffentlichen Ausdruck seiner Empörung verzichtete.

Sein Ärger und der Anlass sind allerdings nicht ausgeräumt: Staudinger-Napp bekräftigte am Freitag erneut, dass er eine massive Unterstützung bei der Erstausstattung des Fraktionsbüros beziehungsweise eine deutlich höhere finanzielle Ausstattung erwarte. Aber er habe im Rat nicht "die Fronten verhärten" oder in eine "bestimmte Ecke gestellt" werden wollen. Jetzt wird er einen entsprechenden Antrag im Rahmen der Haushaltsberatungen stellen. "Die UWG hat ein Zeichen gesetzt. Da erwarte ich jetzt ein Entgegenkommen", betont Staudinger-Napp.

Zwölf Mitstreiter haben er und seine Ratskollegin Daniela Marianne Glasmacher gefunden, die die Fachausschüsse besetzen werden. Nicht alle sind neu in den politischen Gremien: Rechtsanwalt Weyen hat sich in der Vergangenheit bereits intensiv mit städtischen Planungen beschäftigt. Meist war er harter Kritiker, manchmal auch juristischer Gegenspieler der Stadt. Entsprechend groß - und laut - war die Überraschung, als die UWG ihn als Vertreter für den Planungsausschuss benannte. vlo

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