Ballettschule Groenendijk bringt die Schneekönigin auf die Bühne des Landestheaters.

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Die kleinen Tänzerinnen bezauberten, auch wenn sie vereinzelt ein bisschen aus dem Takt gerieten. Foto (1. Sonntagsvorstellung): Marc Ingel

Die kleinen Tänzerinnen bezauberten, auch wenn sie vereinzelt ein bisschen aus dem Takt gerieten. Foto (1. Sonntagsvorstellung): Marc Ingel

Marc Ingel

Die kleinen Tänzerinnen bezauberten, auch wenn sie vereinzelt ein bisschen aus dem Takt gerieten. Foto (1. Sonntagsvorstellung): Marc Ingel

Meerbusch. Es ist die Geschichte eines Liebespaares, von Kay und Gerda, die für ihre Liebe sogar die Schneekönigin besiegen. Am Wochenende fand diese Liebe in vier Aufführungen der Ballettschule Groenendijk im Rheinischen Landestheater Neuss ihren schönsten Ausdruck im klassischen Ballett.

180 Tänzer begleiteten Gerdas Reise in den Eispalast, die ihren geliebten Kay aus den Händen der Schneekönigin befreien will. Mit Sonnenstrahlen im Frühling, tanzenden Rosen im Sommer, einem Elfenfest im Herbst oder einer wilden Meute von Räuberkindern belebten die Tänzer die Bühne und machten den Abend für das Publikum in den vollbesetzten Reihen zu einer Entdeckungsreise.

Märchenhafte Kostüme in dezenter Kulisse

Dabei lebt die Aufführung von den farbenfrohen und aufwendig angefertigten Kostümen, die den ein oder anderen Fehler in der Choreographie wettmachten. Ob lilafunkelnde Schmetterlinge, leuchtende Spiegelsplitter oder die imposante Schneekönigin: Die Kostüme sind märchenhaft und prächtig. Eine dezente Kulisse ergänzt das Bühnenbild und führt mit einem wechselnden Hintergrund durch die Jahreszeiten.

So erzählt die Inszenierung die Geschichte der Schneekönigin ohne Worte: Von Kay, dessen Herz ein Splitter des Teufels trifft und es gefrieren lässt, der von der Schneekönigin entführt und schließlich von seiner Freundin Gerda gerettet wird.

Vor allem die Hauptdarsteller in der Aufführung am Samstagabend, Anneke Liebrecht als Schneekönigin, Romy Kreutzer als Gerda und Florestan Bilsing als Kay, glänzten in ihren Rollen und zeigten Tanz auf hohem Niveau. Doch den größten Applaus gab es für die Gruppentänze, die zwar nicht immer synchron gelangen, jedoch viel Entzücken hervorriefen, als die kleinsten Tänzerinnen zu Beginn des Stücks als Schneebienchen die Bühne betraten.

Greetje Groenendijk war es in ihrer Inszenierung wichtig, alle Schüler mit einzubeziehen, von der 50-Jährigen bis zur Dreieinhalbjährigen, ihrer Enkelin. Dafür probten alle länger als ein Jahr die Schrittfolgen und Drehungen.

Es ist die elfte Vorstellung, seit Groenendijk mit ihrer Ballettschule 1987 im Neusser Landestheater spielte. Die Geschichte der Schneekönigin inszenierte sie zum zweiten Mal: „Wir zeigen das Stück völlig anders, als wir es 1992 getanzt haben, und ich bin mit meinen Schülern sehr zufrieden.“

Das Publikum schloss sich dem Urteil der Tanzlehrerin an und belohnte das Ensemble mit großem Applaus.

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