Musiker und Gospelsänger geben Konzerte zugunsten der Knochenmarkspenderzentrale.

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800 Menschen kamen vor einer Woche zur Typisierung, die die Schützen federführend organisiert hatten. (M.I.)

800 Menschen kamen vor einer Woche zur Typisierung, die die Schützen federführend organisiert hatten. (M.I.)

Ingel, Marc (mi)

800 Menschen kamen vor einer Woche zur Typisierung, die die Schützen federführend organisiert hatten. (M.I.)

Büderich. Etwa 800 Menschen sind bisher dem Aufruf zur Typisierung gefolgt, um dem Büdericher Schützenchef Hans-Georg Bodewig und anderen zu helfen, deren Leben von einer Knochenmarkspende abhängt.

Die Aktion ist damit noch nicht zu Ende. Der Büdericher Musikblock, der zu Pfingsten die musikalische Spitze des Regiments bildet, gibt ein Benefizkonzert: Am Sonntag, 3. April, werden das Bundestambourcorps Rheintreue 1909, das Bundesfanfarencorps Büderich 1968 und die Böhler-Werkskapelle ab 12 Uhr ein Frühschoppenkonzert geben. Auf dem Platz zwischen Kirche und Pfarrheim an der Dorfstraße werden dazu Grillwürstchen, Suppen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Der Erlös fließt aufs Spendenkonto, denn jede Speichel-Typisierung kostet etwa 50 Euro.

Am Montag, 4. April, wird der Gospelchor Spirit of Joy ebenfalls zugunsten der Aktion auftreten: Um 20 Uhr singt er in der Pfarrkirche St. Mauritius. Anette Herda, die Leiterin der Knochenmarkspenderzentrale der Uniklinik Düsseldorf, will bei dieser Gelegenheit erneut über die Knochenmarkspende informieren. Denn unabhängig von einer öffentlichen Aktion kann weiterhin jedermann jederzeit spenden. Ein Anruf genügt, und die Knochenmarkspenderzentrale (KMSZ) schickt Test-Sets mit Wattestäbchen, Verpackung und Rückumschlag per Post zu: 2 0211-81 19 628. „Die Spender dürfen aber nicht vergessen, den beiliegenden Fragebogen ausgefüllt zurückzusenden, damit wir wissen, von wem die Post kommt“, betont Herda. Die Kosten für die Analyse der Speichelprobe übernehme das Institut.

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, einen geeigneten Spender zu finden, weltweit mit 1 : 3 Millionen angegeben wird, ist eine Vor-Ort-Suche sinnvoll: Die genetische Ähnlichkeit sei bei Menschen aus der gleichen Region größer, erläutert Johannes Fischer, Arzt und Direktor des Instituts für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika an der Uniklinik.

Die Übertragung des Knochenmarks selbst sei kein großer Eingriff: In 80 Prozent der Fälle werden die Zellen ambulant aus dem Blut genommen. Nur jeder fünfte Spender wird unter Vollnarkose knochenmarkpunktiert. vlo

www.kmsz.de

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