Gymnastikabteilung bietet Trendsport Skike an.

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Jürgen Schlieper (l.) und Jörg Riepe rollen jetzt auch durch Meerbusch.

Jürgen Schlieper (l.) und Jörg Riepe rollen jetzt auch durch Meerbusch.

Ingel

Jürgen Schlieper (l.) und Jörg Riepe rollen jetzt auch durch Meerbusch.

Lank. In und um Lank sind seit kurzem merkwürdige Gestalten mit Stöcken auf Rollbrettern unterwegs. Sie erinnern entfernt an Nordic Walker, wirken aber dynamischer und sind auch sehr viel schneller. Bei diesem neuen Trendsport handelt es sich um Skike, das als Trainings-Variante für Ski-Langläufer im Sommer konzipiert wurde.

Beim Verein Treudeutsch Lank steht man neuen Sportarten oder außergewöhnlicheren sportlichen Wettkämpfen immer offen gegenüber. Das zeigte zuletzt das grassierende Boule-Fieber und der große Andrang bei einem erstmals durchgeführten Turnier an der Pappelallee im Vorjahr. Jetzt soll Skike unter dem Dach der Gymnastikabteilung angeboten und in Lank zum Breitensport werden.

Bei Skike steht man auf einem Mini-Brett, das vorne wie hinten zwei kleine Räder mit Luftbereifung hat. Der Clou: Jeder der beiden Skike-Schuhe hat hinten eine Bremse, die durch eine Gewichtsverlagerung auf die Unterschenkel betätigt wird. Komplettiert wird die Ausrüstung durch zwei Stöcke aus Aluminium oder Carbon.

Jürgen Schlieper hat sich bereits anstecken lassen: "Ich bin Skifahrer, Marathonläufer und Inlineskater, hatte zuletzt aber Probleme mit der Achillessehne. Skike ist ein gutes Aufbautraining, wobei man zudem den gesamten Körper beansprucht. Und im Gegensatz zu Inlinern kann man damit sogar problemlos unebenes Gelände bewältigen."

Das dürfte Jörg Riepe gerne hören. Der Sportshop-Besitzer versucht den Lankern Skike schmackhaft zu machen. Erste Steh- und Laufversuche klappen bei den Laien schon ganz gut, auch wenn Riepe vor übertriebener Zurückhaltung warnt: "Je langsamer man fährt, desto schwieriger wird’s. Hat man einmal Tempo aufgenommen, läuft es quasi wie von selbst", sagt der Experte, der Skike "für dreimal effektiver als Joggen" hält.

Die Skikes kosten um die 250 Euro, die Stöcke noch mal rund 50 Euro. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern Skate und Bike zusammen.

Wer Blut geleckt hat, kann sich auf der Internetseite von Treudeutsch Lank informieren: www.td-lank07.de

Anfängliche Balance-Probleme seien nur von kurzer Dauer, tröstet Riepe und nennt Schlieper als das leuchtende Vorbild: "Der hat sich die Skikes vor sechs Tagen gekauft und fährt schon wie ein junger Gott." Ein halbe Stunde benötige man schon, um sich mit Technik und Bewegungsablauf - vergleichbar mit dem Skatingschritt beim Skilanglauf - vertraut zu machen, "mehr ist zumeist nicht nötig".

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