Mitglieder des Fischerei-Sportvereins Lank kümmern sich auch um die Pflege des Gewässers.

Mitglieder des Fischerei-Sportvereins Lank kümmern sich auch um die Pflege des Gewässers.
Rainer Füssel (links) und Robert Mertens angeln zusammen.

Rainer Füssel (links) und Robert Mertens angeln zusammen.

Janning

Rainer Füssel (links) und Robert Mertens angeln zusammen.

Robert Mertens aus Langst-Kierst ist praktisch mit der Angel in der Hand aufgewachsen. Seine ersten Versuche unternahm er an der Seite seines Vaters. Prägend war sein erstes Erfolgserlebnis, das er nie vergessen wird. „Da habe ich als Zehnjähriger im Radongsee in Bösinghoven mit meiner kleinen Angelrute, die mir mein Vater geschenkt hatte, einen Zander gefangen.“ Die Leidenschaft war entbrannt, von dem Moment an gab es für den Jungen nur noch das Fischen. So ist es bis heute geblieben. 1987 schlossen er und sein Vater sich dem Fischerei-Sportverein (FSV) Lank an – und angelten seitdem im Latumer See. Derzeit ist der 47-Jährige 2. Vorsitzender des Klubs.

„Zu tun gibt es hier immer etwas.“

Rainer Füssel, Vorsitzender

Der Verein hat von der Stadt Meerbusch einen Teil des Ufers gepachtet – und sich im Gegenzug zur Hege und Pflege des Gewässers und der Tiere verpflichtet. Es geht darum, im See einen artenreichen, gesunden und heimischen Fischbestand aufzubauen und zu erhalten. Der Stadt ist mit der Verpachtung vor allem daran gelegen, die Wasserqualität des Sees zu verbessern. Eine hölzerne Hütte beherbergt das Vereinsheim des FSV, sie liegt idyllisch und durch das üppige Grün völlig abgeschirmt von den öffentlichen Wegen am Südufer des Latumer Sees, ist von den Spaziergängern auf ihrem Weg rund um den See nur zu erahnen. „Zu tun gibt es hier immer etwas“, sagt der Vorsitzende Rainer Füssel.

Dazu gehört das Fachsimpeln unter den Vereinskameraden ebenso wie der Arbeitsdienst auf dem Gelände. Der Gewässerwart des Klubs hat stets einen Blick auf die Güte des Wassers. „Sie ist sehr gut“, sagen Mertens und Füssel. Im Wasser tummeln sich verschiedene Fischarten wie Hechte, Karpfen, Zander, Brassen, Rotaugen und Schleien. Probleme bereiten seit einiger Zeit aber die Welse und Barsche, die sich stark vermehrt haben. Weil sie den Laich und die Jungfische anderer Arten fressen, gehen deren Populationen stark zurück. „Es gibt aus diesem Grund kaum noch Rotaugen“, sagen die beiden Vorsitzenden. Zur Verbesserung des Fischvorkommens setzen die Angler regelmäßig neue Fische ein. Als grobe Orientierung dient, wie viele Fische einer Art im Laufe eines Jahres aus dem Gewässer verschwinden – gleichgültig ob durch Angler oder durch fischfangende Vögel. „Es gibt am See eine ganze Reihe von Kormoranen“, sagt Mertens.

Für die Angler ist zwar die Gemeinschaft wichtig, aber seinen Reiz hat das Angeln auch als Individualsport. Dieses besondere Erlebnis im Grünen hat fast schon etwas Übersinnliches. Ihnen geht es nicht nur um den Fang. Natur, Ruhe, Stille und Entspannung haben auf die beiden Vorsitzenden eine große Anziehungskraft. „Wenn du da stundenlang am See oder am Rhein sitzt, dann bist du Teil der Natur“, sagt Mertens. „Um dich herum ist immer was los, dir begegnen alle möglichen Tiere.“ Aber man müsse als Angler auch leidensfähig sein. „Denn das Scheitern gehört dazu“, sagt der Langst-Kierster, der schon so manche Stunde ohne Erfolg beim Angeln erlebt hat. Und Füssel ergänzt: „Eine Anglerweisheit sagt: Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Tag ist Fangtag.“

Das Sommerfest mit offenem Angeln findet am 12. August am Latumer See statt. Anmeldungen werden bei Frank Schmitt unter Telefon 0176/99677710 angenommen – die Teilnehmerplätze sind auf 20 limitiert.

www.fsvlank.de

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