Wegen der Arbeiten auf der A 52 im Kreuz Kaarst herrscht an der Stelle oft Verkehrschaos. Ein Ende ist aber absehbar.

Seit Wochen gibt es auf der A 52 in Höhe Meerbusch Dauerstaus und gefährliche Verkehrssituationen. Auch Unfälle sind in Höhe der Abfahrt Büderich schon beobachtet worden. Die Autobahnpolizei Düsseldorf sieht dennoch keine Handhabe. Die Gefahrensituationen würden durch das Falschverhalten der Autofahrer provoziert, nicht durch die Umleitung als solche, argumentierte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf gestern auf Anfrage. Er verweist darüber hinaus darauf, dass die Problematik in der Kürze behoben sein dürfte.

Sperrung der Zufahrt aus Richtung Köln soll heute aufgehoben werden

Die aktuellen Staus hängen mit dem Umbau im Kreuz Kaarst zusammen. Die Zufahrt von der A 52 aus Richtung Roermond auf die A 57 in Richtung Krefeld ist derzeit gesperrt. Außerdem ist immer wieder temporär auch die Zufahrt von der A 57 aus Richtung Köln in Richtung A 52 Roermond gesperrt. In beiden Fällen nutzen die Pkw-Fahrer die A 52, wenden an der Abfahrt Büderich und fahren dann entweder in Richtung Roermond oder Krefeld hoch. Laut Straßen NRW soll das Problem in wenigen Tagen behoben sein. Die Sperrung der Zufahrt aus Richtung Köln nach Roermond soll aller Voraussicht nach schon heute um 14 Uhr aufgehoben werden, teilte gestern Joachim Dargel von Straßen NRW mit. Ab dem 12. Mai soll dann auch die Fahrbeziehung Roermond Richtung Krefeld wieder freigegeben werden. „Wir haben ohnehin eigentlich vorgesehen, dass die Autos aus Richtung Köln weiterfahren bis Kreuz Meerbusch und dann dort wenden, um in Richtung Roermond zu fahren. Daran halten sich aber nicht alle“, räumt Joachim Dargel ein. Stattdessen würden viele Autofahrer in Richtung Büderich fahren. „Wir wissen, dass es dort oft bis zu 900 Meter Stau an der Abfahrt gibt“, so Dargel.

„Wir wissen, dass es an der Abfahrt oft bis zu 900 Meter Stau gibt.“

JoachimDargel, Straßen NRW

Faktisch führt die Umleitung in Höhe Heerdt und Büderich derzeit nicht selten zu Chaos. Das Problem: In der Abfahrt ist eine Ampelanlage, weil für ein kurzes Stück die Neusser Straße gekreuzt wird. Durch diese Ampel kommt es in der Abfahrt zu langen Staus. Nicht selten stehen die Fahrzeuge noch auf der Autobahn 52 auf der eigentlichen Fahrspur. Diese Autofahrer realisieren zu spät, dass der Stau durch die Abfahrt bedingt ist. Sie bremsen auf der Autobahn und versuchen sich noch in die Schlange an der Abfahrt einzureihen, um zu wenden. Von hinten rasen derweil Fahrzeuge auf stehende Pkw zu, reagieren erst im letzten Moment und schwenken auf die linke Spur.

Polizei: „Freier Standstreifen würde die Lage nicht verändern“

In der vergangenen Woche wollte ein Autofahrer sich in die Schlange einreihen und wurde von einem Lkw übersehen. Es entstand bei dem Unfall ein großer Sachschaden. Laut Düsseldorfer Polizei gibt es jedoch keine Statistik über die Unfälle in diesem Bereich der Autobahn. „Wir erfassen nicht, aus welchem Grund sich der Unfall ereignet hat“, argumentierte der Polizeisprecher. Einen Standstreifen freizugeben, würde die problematische Lage nicht verändern, glaubt der Polizeisprecher.

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