Rat wendet sich an Lienenkämper.

Meerbusch. Die Fraktionen im Meerbuscher Rat sprechen sich bekanntlich einmütig gegen eine Umbenennung der A44-Flughafenbrücke aus. Eine entsprechende Resolution ging an Landesverkehrsminister Oliver Wittke und Bundesverkehrsminister Tiefensee.

Tiefensees Replik ist nun eindeutig: Er werde sich der neuen Namensgebung in Joachim-Erwin-Brücke nicht verweigern, "sofern dies die Position der NRW-Landesregierung widerspiegele". Seiner Kenntnis nach habe Wittke kurz vor seinem Rücktritt die Umbenennung verfügt. "Es wäre gegebenenfalls in der Landesregierung zu klären, inwiefern sein Nachfolger an dieser Entscheidung festhält oder bereit wäre, sie zu revidieren", heißt es in dem Brief aus Berlin.

In Düsseldorf wurde bekanntlich inzwischen das Personal ausgetauscht. Folgerichtig beschloss der Hauptausschuss, die "alte" Resolution an den neuen Landesverkehrsminister und zugleich an Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers zu schicken. Für eine Verschärfung des Textes (Ablehnung von Erwin als Namensgeber, Kritik am Verfahren), fand sich keine Mehrheit.

Die Angelegenheit hat Witz, denn jetzt liegt der Ball bei Lutz Lienenkämper, dem frisch ernannten Landesminister, dem der Vorgang als Mitglied der Meerbuscher CDU-Fraktion wohlvertraut ist. Ob die CDU denn Informationen über die Haltung des Ministers habe, wollte Georg Neuhausen (SPD) wissen. Der Bürgermeister verneinte deutlich, und Werner Damblon (CDU) zitierte Lienenkämper mit einer grundsätzlichen Aussage: Er wolle sich innerhalb der ersten ein bis drei Wochen seiner Ministertätigkeit zu keiner Sachfrage äußern.

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