Bereits zum 55. Mal wird in der St. Mauritius Therapieklinik Kunst gezeigt.

Bereits zum 55. Mal wird in der St. Mauritius Therapieklinik Kunst gezeigt.
Grafiker Akki Buschmann mit dem Mönchengladbacher Gastkünstler Benedict A. Johnson.

Grafiker Akki Buschmann mit dem Mönchengladbacher Gastkünstler Benedict A. Johnson.

Ulli Dackweiler

Grafiker Akki Buschmann mit dem Mönchengladbacher Gastkünstler Benedict A. Johnson.

Patienten, Therapeuten und Besucher der St. Mauritius Therapieklinik dürfen sich freuen: Der Zentralbereich des Eingangsgebäudes auf der unteren und ersten Ebene ist zu einem abwechslungsreichen Ausstellungsraum geworden. Mit einer großen Portion Farbe, Abwechslung und Spannung angefüllt sind gut 130 Bilder zu sehen, in denen es viel zu entdecken gibt.

Johnson stellt seine afrikanischen Wurzeln und Emotionen dar

Monika Sterk, Kuratorin der Ausstellungsreihe, hat neben den zwölf Kunstkreis-Mitgliedern Inge Ulbricht und Benedict A. Johnson aus Mönchengladbach eingeladen. Sie zeigen Arbeiten, die mit handwerklichem Feingefühl erstellt wurden. „Johnson spielt mit Emotionen und Symbolik, die sich aus Erinnerungen an seine afrikanischen Wurzeln und der Kraft der Farben speisen“, fasst Akki Buschmann die Aussage dieser abstrakten Kunst zusammen. Der Grafiker, Retuscheur und ausgeprägte Auto-Fan hat es übernommen, seine dem Kunstkreis angehörenden malenden Mitstreiter vorzustellen.

So war zu hören, dass Karin Vollenbruch gern in Ölfarben schwelgt und diese benutzt, um Gesehenes und der Fantasie Entspringendes darzustellen. Sigrid Bopp dagegen experimentiert und setzt das in diverse Blumen-Motive um, während Uwe Rips witzig angelegte Zeichnungen in Farbe zu Papier bringt und Karin Urbanczik Libellen tanzen lässt oder einen Taschenkrebs aquarelliert. Akki Buschmann selbst fasziniert immer wieder mit Landschaftsbildern als Aquarell Fine Art Prints, einer Technik, die der Auto-Fanatiker auch für seine Rennwagen-Serie nutzt. „Mit sechs Jahren habe ich zum ersten Mal mit Wasserfarben gemalt und seitdem Stil sowie Technik kontinuierlich in Eigenregie weiterentwickelt“, erklärt Buschmann.

Ohnehin findet Erika Danes: „Der Meerbuscher Kunstkreis wird von vielen unterschiedlichen Stilrichtungen geprägt.“ Das beweisen ihre internationalen „Menschenbilder“ in Holzschnitt-Technik ebenso wie die stark strukturierten Arbeiten von Brigitte Cauqil und die vorwiegend in der Schweiz entstandenen stimmungsvolle Aquarell-Landschaftsansichten von Gilda Kleeberg-Poncini.

Auch Gisela Linke und Walter Brechmann orientieren sich an der Natur, während Karin Schöllgen stillleben-artige Darstellungen wie „Schirm, Charme und Melone“ ausstellt. Heike Kleffmann ist ebenfalls dabei. Sie zelebriert ihre Kunst auf Holzstücken, alten Latten, Transportkisten oder Ähnlichem: „Das Holz suche und finde ich überall. Manchmal liegt es jahrelang bei mir herum und dann macht es auf einmal ‚klick‘“, erzählt die Künstlerin. In Gouache oder Mischtechnik bringt sie „Am Rhein“ oder „Schalttafel“ auf das jeweilige Holzteil: schlicht, aber sehr wirkungsvoll.

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