Viele Meerbuscher haben nach Pfingststurm „Ela“ Geld für Neupflanzungen in der Stadt gespendet.

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In vielen Straßen von Meerbusch wurden Bäume zerstört. im Frühjahr werden neue gepflanzt.

In vielen Straßen von Meerbusch wurden Bäume zerstört. im Frühjahr werden neue gepflanzt.

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In vielen Straßen von Meerbusch wurden Bäume zerstört. im Frühjahr werden neue gepflanzt.

Meerbusch. Den Meerbuschern ist ihre Stadt offenbar sehr wichtig. Denn rund ein halbes Jahr nach dem verheerenden Pfingststurm „Ela“ sind genügend Spenden eingegangen, um die zerstörten Bäume im Stadtgebiet zu ersetzen. Rund 15 000 Euro spendeten die Bürger und Unternehmen im Rahmen der Aktion „Ein Baum für Meerbusch“. 115 Bäume sollen im Frühjahr nachgepflanzt werden. Der Umweltförderverein Meerbusch, der BUND Meerbusch und die Stadt hatten die Initiative ins Leben gerufen und zogen jetzt gemeinsam einen Schlussstrich.

Gastgeber einer Familienfeier baten Gäste um Spenden

„Ich freue mich sehr, dass uns so viele Meerbuscher mit ihren Spenden geholfen haben. Das ist ein tolles Zeichen für bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt. Mein herzlicher Dank an alle“, sagte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Dem schloss sich auch Andrea Blaum, Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Meerbusch, an: „So ein Sturm ist ein großer Schock für jeden Baumfreund. Es ist toll, wie sich die Meerbuscher dafür einsetzen, dass sie weiter im Grünen leben können.“

Auf dem eigens eingerichteten Spendenkonto gingen seit dem Frühsommer Beträge von 40 bis 2600 Euro ein – unter anderem der Erlös einer großen Familienfeier. Die Gastgeber verzichteten auf Geschenke und baten ihre Gäste stattdessen, die Aktion „Ein Baum für Meerbusch“ zu unterstützen.

Feierstunde mit den Spendern ist für den 25. April geplant

Auch die Kinder des Städtischen Familienzentrums Fronhof an der Gereonstraße sammelten Geld für einen neuen Baum. Die Erzieherinnen nahmen das Thema „Bäume sind uns wichtig!“ gleich ins pädagogische Jahresprogramm der Kita auf.

Dafür will sich die Stadt im kommenden Frühjahr bei ihren Spendern bedanken. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit der Bürgermeisterin am Samstag, 25. April, wird an der besonders vom Sturm betroffenen Poststraße in Büderich gemeinsam der letzte von insgesamt 115 Bäumen ins Erdreich gesetzt. Die übrigen Bäume sollen bereits vorher gepflanzt werden.

Am 9. Juni fegte der Orkan „Ela“ über die Region. In Meerbusch zerstörte er dabei 144 Bäume, gab Michael Betsch, Leiter des städtischen Grünflächenamts, zuletzt an.

Die Bäume waren im Schnitt rund 40 Jahre alt. Pro Baum wäre das ein Wert von 5600 Euro. Der Gesamtschaden inklusive Pflegekosten belief sich auf mehrere hunderttausend Euro.

Unter anderem sind junge Ahorne, Linden, Akazien, Buchen und Eschen für die Neupflanzung vorgesehen. „Denn nicht jeder Baum eignet sich als Stadtbaum. Im Gegensatz zu einem Baum, der im Park gepflanzt ist, sind Stadtbäume viel Stress ausgesetzt“, erläutert Blaum, die zudem darauf hinweist, dass auch weiterhin Spenden für die Aktion gesammelt werden. „Mit den 120 Euro pro Baum ist es nicht getan. Die Pflanz- und Folgekosten sind ein Vielfaches davon. Deshalb freuen wir uns über jede Spende.“

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