Von 14 Bewerbern auf die Stelle des Technischen Beigeordneten Manfred Meuter sind eine Frau und ein Mann übriggeblieben.

Kaarst. Der Kaarster Verwaltungsvorstand könnte im kommenden Jahr ein ganzes Stück weiblicher werden. Bevor Bürgermeister Franz-Josef Moormann am 20. Oktober seinen Job als Rathauschef auf eigenen Wunsch (er tritt nicht erneut zur Wahl an) an eine von den Bürgern bestimmte Nachfolgerin – oder einen Nachfolger – übergibt, tritt womöglich eine Frau im März die Nachfolge des Technischen Beigeordneten an.

Manfred Meuter geht Ende Februar in den Ruhestand

Zwei Tage nach seinem 64. Geburtstag wird er 13 Jahre in diesem Amt gearbeitet haben. In Meuters Dienstzeit fielen unter anderem die Neugestaltung des Rathausplatzes in Büttgen, der Bau der Feuerwache in Kaarst und die Umsiedlung von Ikea mit der Planung des neuen Gewerbegebiets „Kaarster Kreuz“. Seit September läuft die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin.

Elf Männer und drei Frauen hatten sich beworben und Interesse an der unmittelbar unterhalb des Bürgermeisters und des Ersten Beigeordneten Sebastian Semmler angesiedelten Stelle bekundet. Vier – drei Männer und eine Frau – stellten sich in der vergangenen Woche den Politikern im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss vor. Zwei – eine Frau und ein Mann – konnten überzeugen. Beide besuchen am kommenden Montag die Stadtratsfraktionen. Beide, heißt es, seien fachlich gut.

Nicht nur über eine „breitere Bewerbung“ in Internet-Jobportalen, sondern auch über die Formulierung der Stellenausschreibung hatte es im Stadtrat Diskussionen gegeben. Das Anforderungsprofil wurde auf Initiative des Fünferbündnisses aus SPD, Grünen, FDP, Zentrum und UWG gegenüber dem Verwaltungsvorschlag gelockert, die Erwartung eines abgeschlossenen Studiums oder alternativ einer Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst herausgestrichen.

Vorausgesetzt wurde „nur noch“ eine langjährige Berufs- und Führungserfahrung im Bereich der Kommunalverwaltung mit entsprechenden Fachkenntnissen. Damit solle den Ratsmitgliedern in einem ohnehin angespannten Segment des Stellenmarkts eine große Auswahl an Bewerbern ermöglicht werden, hieß es in der Begründung. Planerische Gestaltungskraft, Verhandlungsgeschick sowie einschlägige Erfahrungen in der Handhabung von komplexen Planungs- und Bauvorhaben: wünschenswert.

Kaarst soll ein attraktiver Wohn- und Gewerbeort bleiben

Nunmehr sind ein „Verwaltungsmann“ aus Hessen und eine gelernte Architektin und Stadtplanerin aus dem Bergischen Land im Rennen. Zu den Geschäftsbereichen der oder des Technischen Beigeordneten gehören der Hoch- und Tiefbau, die Grünentwicklung, die Gebäudewirtschaft und der städtische Baubetriebshof. Die Aufgabe für die kommenden acht Jahre ist klar formuliert: Kaarst als attraktiven Wohn- und Gewerbestandort weiter profilieren.

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