Monika Nelles will die Hütte künstlerisch nutzen.

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Das Waldarbeiterhäuschen wird zur märchenhaften Kunst-Installation.

Das Waldarbeiterhäuschen wird zur märchenhaften Kunst-Installation.

Die Krefelder Künstlerin Monika Nelles hat das Konzept für die Hütte im Vorster Wald erstellt.

NN, Bild 1 von 2

Das Waldarbeiterhäuschen wird zur märchenhaften Kunst-Installation.

Kaarst. Wer künftig im Vorster Wald spazieren geht oder joggt, wird womöglich schon bald verdutzt stehenbleiben: Die ehemalige Waldarbeiterhütte in der Nähe des Bauhofs soll in einen Kunstraum umgewandelt werden. Darüber will der Kulturausschuss in seiner kommenden Sitzung am Dienstag, 18. Oktober, um 18.30 Uhr entscheiden.

Galeristin Brigitte Splettstößer hatte die Idee, Kunst in den Wald zu bringen. Die Krefelderin Monika Nelles erarbeitete einen Projektentwurf zur künstlerischen Nutzung des Gebäudes, das sich in einem relativ schlechten Zustand befindet und Spaziergängern nur noch gelegentlich als Unterstand dient.

Monika Nelles will zur Kommunikation anregen: Die Außenwände der Hütte sollen mit Tafellack angestrichen werden. Die Flächen können mit Kreide oder anderen Farben beschrieben und bemalt werden.

„Was bisher oft als heimliche Schmiererei abgetan wurde, erfährt nun eine Legalisierung“, erklärt Nelles in ihrem Konzept, das sie mit dem Titel „Geheime Gedanken“ oder „Was ich noch sagen wollte“ überschrieben hat.

Durch immer neue Beschriftungen, durch Überschreiben oder den Regen, der vieles wieder abwasche, entstehe ein „urbanes Palimpsest“, bei dem Spuren der Originaltexte unter den neuen Schichten erhalten blieben. Tür und Fenster sollen mit Plexiglas verschlossen werden, die Hütte selbst kann nicht betreten werden.

Im Inneren hängen Gebilde aus hunderten von transparenten Eislöffeln, die abhängig von der Tages- und Jahreszeit fantasievolle Lichtreflexionen- und projektionen erzeugen sollen. „Die Farbigkeit verleiht dem Raum Poesie, die Hütte erhält einen neuen Inhalt“, so Nelles.

Die Künstlerin hat zur Finanzierung beim Kulturraum Niederrhein einen Förderantrag gestellt. Der Stadt entstehen keine Kosten, die Installation ist für 16 Monate geplant.

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