Koreanische Künstler präsentieren ihre Arbeiten in der Städtischen Galerie in Büttgen.

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Kunst aus Korea ist bis zum 3. März in der Städtischen Galerie in Büttgen zu sehen.

Kunst aus Korea ist bis zum 3. März in der Städtischen Galerie in Büttgen zu sehen.

Stefan Büntig

Kunst aus Korea ist bis zum 3. März in der Städtischen Galerie in Büttgen zu sehen.

Kaarst. Am Sonntag eröffnete der Kaarster Kulturdezernent Heinz Dieter Vogt eine neue Ausstellung in der Städtischen Galerie im Rathaus Büttgen. Zwei Professoren der Universität von Seoul zeigen dort bis zum 3. März Tuschezeichnungen und Installationen. Die Verbindung zwischen den koreanischen Künstlern und der Stadt Kaarst besteht seit 2004, als der in Düsseldorf arbeitende koreanische Künstler Professor Dong-Yeon Kim in Kaarst ausstellte. Aus dieser Zusammenarbeit entstand eine enge Kunstfreundschaft, wie Vogt erklärte.

Werk „Wald“ dominiert die Ausstellung

Eine Ausstellung von koreanischen Künstlern mit über 400 Arbeiten folgte 2007. Damals waren es jedoch Studenten, die ihre Arbeiten präsentierten. Die neue Ausstellung ist die erste, bei der zwei Professoren ihre Kunst zeigen. Jong-Gab Park brachte 17 Tuschezeichnungen mit, von denen die meisten an alte asiatische Schriftzeichen erinnern. Professor Kim: „Jong-Gab führt uns mit seinen Bildern in eine neue Dimension, er zeigt uns den Weg in eine neue Zeit.“

Sein monumentales Werk „Wald“ dominiert schon durch seine Größe von 9,20 mal 2,40 Metern. Einen anderen Kontrast bietet die Ausstellung durch die Werke von Künstlerin Jeung Eun Shon, die fünf Installationen in Büttgen zeigt. Professor Kim: „Aus vertrockneten Blumen, die sie mit dem Hammer zerschlug, fertigte Shon einen Stoff, den sie zur „Mutterdecke“ weiterverarbeitete. Diese steht für Schmerzen, Aufopferung, für schwere Zeiten und auch für die Überwindung dieser Zustände.“

Andere Arbeiten sind aus Keramik gefertigt und erinnern an Puppenköpfe oder zeigen eine menschliche Miniatur.

Dass diese koreanische Kunst in Kaarst gezeigt wird, sei nicht selbstverständlich, meinte Vogt: „Wir sind eine vitale Stadt mit einem guten Kulturprogramm, das es ermöglicht, solche Kunst zu präsentieren.“ An die Politik richtete er indes die Bitte, dieses Programm auch weiterhin zu unterstützen. Trotz des hohen logistischen Aufwandes, der nötig sei, Kunst aus Korea nach Kaarst zu holen, werde es am 5. Juli eine weitere Ausstellung aus Seoul geben, kündigte Vogt an. Dann werden wieder Studenten ihre neuesten Arbeiten in der Rathausgalerie in Kaarst zeigen.

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