Helga Peters betreut die Gruppe der Profinetzwerkerinnen.Es geht um Kontakte und Geschäfte.

Job
Webdesignerin Fernanda Lavrador-Weier und Gleichstellungsbeauftragte Herta Peters (r.) stehen in engem Kontakt.

Webdesignerin Fernanda Lavrador-Weier und Gleichstellungsbeauftragte Herta Peters (r.) stehen in engem Kontakt.

Georg Salzburg

Webdesignerin Fernanda Lavrador-Weier und Gleichstellungsbeauftragte Herta Peters (r.) stehen in engem Kontakt.

Kaarst/Korschenbroich. Seit zwei Jahren arbeitet Fernanda Lavrador-Weier aus Korschenbroich als selbstständige Webdesignerin. Sie hat den Schritt gewagt, weil sie ihre Arbeits- und Freizeit flexibler gestalten und ihr eigener Chef sein wollte. Unterstützung, Hilfe und sogar neue Kunden hat sie bei den Kaarster und Korschenbroicher Profinetzwerkerinnen bekommen.

„Vor drei Jahren war ich mal zu einem Vortrag bei der Gruppe. Seitdem ich selbstständig bin, bin ich regelmäßig dabei“, sagt die 51-Jährige. Da sie bereits lange Zeit neben ihrem Halbtagsjob freiberuflich gearbeitet hatte, fiel ihr der Schritt in die komplette Selbstständigkeit nicht ganz so schwer. „Komisch war es aber dann schon, nicht mehr jeden Tag ins Büro zu gehen.“ Gerade in der Gründungszeit hätten sie die Profinetzwerkerinnen enorm unterstützt.

Die Gruppe ist vor rund zwölf Jahren aus einem „Klüngeltag“ selbstständiger Frauen entstanden, den die damalige Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Kaarst organisiert hatte. „Inzwischen ist unser Netzwerk in Kaarst und Korschenbroich ein Begriff“, erklärt Herta Peters. Die 56-jährige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kaarst hat vor fast sechs Jahren die Profinetzwerk-Gruppe übernommen. „Frauen gründen anders – viel intensiver. Sie bereiten sich umfangreicher vor“, erklärt sie, warum das Netzwerk sich gezielt nur an Frauen richtet. Lavrador-Weiter ergänzt: „Frauen unter sich trauen sich auch mal Probleme zuzugeben. Sind Männer dabei, haben Frauen oft das Gefühl sich beweisen zu müssen.“

Ziel des Netzwerks sind nicht nur der Austausch von Erfahrungen und das Knüpfen von Kontakten, sondern auch handfeste Geschäfte. „Ich habe schon einige neue Kunden hier im Netzwerk gefunden und habe anders herum aber auch schon Aufträge an Netzwerkerinnen vergeben“, erzählt Lavrador-Weier.

Seit über einem Jahr betreut sie auch den Internet-Auftritt der Netzwerkerinnen. Aktive Mitglieder können dort, gegen eine kleine Gebühr, unter anderem Werbung in eigener Sache machen und Veranstaltungen oder Kurse ankündigen. Obwohl viele der Mitglieder im Bereich Gesundheit, Soziales oder Coaching arbeiten, gibt es auch „Exoten“ wie zum Beispiel eine Kräuterpädagogin oder eine Liedermacherin und Sängerin.

Zirka acht Mal im Jahr laden Herta Peters und ihre Korschenbroicher Kollegin Angelika Brieske zu Vorträgen ein, die größtenteils von Netzwerkerinnen gehalten werden. So ging es am Dienstagabend zum Beispiel um „Fünf gute Gründe sich nicht selbständig zu machen“. Nach den Vorträgen besteht immer die Möglichkeit zum „Klüngeln“ und zum Austausch von Visitenkarten.

Allen Frauen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen möchten, rät Fernanda Lavrador-Weier: „Man sollte an sich und die eigene Arbeit glauben.“ Herta Peters hat dazu noch einen praktischen Tipp: „Wenn man eine gute Idee hat, sollte man an einem Existenzgründer-Seminar teilnehmen, um einen Einblick in den Sachverhalt zu bekommen und gewisse Begriffe einfach schon mal gehört zu haben.“

» Die nächste Veranstaltung findet am Dienstag, 6. März, 19.30 Uhr im Hannenstammhaus in Korschenbroich statt. Das Thema lautet „Genogramm-Arbeit: Familienschätze – Fluch oder Segen?“.

www.das-profinetzwerk.de

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