Raphaelschule und Kaarster Segelclub kooperieren im Bereich der Nachwuchsarbeit.

PROJEKT
Lehrer und Schüler der Raphaelschule freuen sich über ihr neues Sicherheitsboot.

Lehrer und Schüler der Raphaelschule freuen sich über ihr neues Sicherheitsboot.

Stefan Büntig

Lehrer und Schüler der Raphaelschule freuen sich über ihr neues Sicherheitsboot.

Kaarst. Der Kaarster Segelclub (KSC) unterstützt seit zwei Jahren die Meerbuscher Förderschule St.Raphael mit dem Projekt „Segeln als Schulsport“. Der KSC hatte sich zu seinem 40-jährigen Bestehen 2011 vorgenommen, intensive Nachwuchsarbeit zu betreiben. Das Schulsportprojekt bildet dabei eine wichtige Säule, wie Vereinsvorsitzender Thomas Rheinbold erklärt: „Wir wollen den Segelsport in die Öffentlichkeit bringen und für jeden interessant machen. Die Jugendarbeit in den Schulen ist dafür sehr gut geeignet.“

Zweimal in der Woche wird während der Saison gesegelt

Bei der Suche nach einer Schule stellte Vereinsmitglied Stephan Krings den Kontakt zur Meerbuscher Raphaelschule her. Er ist begeisterter Freizeitsegler und Lehrer an der Raphaelschule. Für seinen Chef, Schulleiter Armin Hellmich, war das ein Glücksfall, so dass er nicht lange überlegen musste und die Kooperation mit dem KSC einging: „Wir sind als Schule mit besonderem Schwerpunkt auf Bewegungsfreundlichkeit ausgerichtet, da traf bei uns das Angebot der Kaarster ins Schwarze.“

Während der Saison segeln die 13 bis 18 Jahre Schüler zweimal in der Woche auf dem großen Kaarster See. Die Zeit gilt als regulärer Unterricht. Mitbringen müssen die Schüler nur einen Nachweis über ein Schwimmabzeichen in Bronze. Der KSC stellt ihnen seine Schulungsboote und Schwimmwesten kostenlos zur Verfügung.

Die Schulungsboote werden jeweils im Team von zwei Schülern gesegelt. Stets sind zwei Boote auf dem Wasser, und drei Lehrer beaufsichtigen das Geschehen auf dem See von Land und Wasser aus. Besonders wichtig ist dabei die Lehrkraft auf dem Wasser, die bei Gefahr sofort zur Stelle sein kann.

Das dafür notwendige Motorboot wurde in den Wintermonaten von einigen Schülern der Raphaelschule fachmännisch restauriert und instandgesetzt. Das älteste Boot des Vereins, das bisher im Verein regelmäßig eingesetzt wurde – jedoch optisch als „hässliches Entlein“ galt – wurde abgeschliffen, gespachtelt und laminiert. Jetzt erstrahlt es in den Farben der Seenotrettung in Weiß und Rot und ist nun das Beiboot für die Schularbeit. Seinen neuen Namen „Kaarsti“ hat es noch nicht auf dem Bug stehen. Die Jugendlichen sind stolz auf ihr Werk.

„Einige der Schüler aus dem ersten Jahrgang haben im Anschluss an den Unterricht bei uns ihren Segelschein gemacht“, sagt Rheinbold. „Segeln als Schulsport“ sei noch erweiterbar. Er stehe jedenfalls bereits mit der Neusser Janusz-Korczak-Gesamtschule im Gespräch.

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