Die Europa-Skulptur der Sparkassen-Stiftung steht seit Montag im Büttgener Kreisel.

Premiere
Mit einem Kran wird die Skulptur vom Anhänger gehoben.

Mit einem Kran wird die Skulptur vom Anhänger gehoben.

Die Europa-Skulptur wird von zwei Arbeitern auf ein Betonfundament geleitet.

Stefan Kreidewolf, Bild 1 von 2

Mit einem Kran wird die Skulptur vom Anhänger gehoben.

Kaarst. „Ist das schön“, sagt Burkhard Siemsen von der Kaarster Künstlervereinigung „Salix“, als die über acht Meter hohe Europa–Skulptur in Richtung ihres Standortes schwebt. Über ein Jahr Arbeit hat der Künstler mit seinen Kollegen Christoph Rehlinghaus und Rose Köster in die Spirale aus Stahl gesteckt. Am Montag wurde das Kunstwerk im Kreisverkehr an der Büttgener Hubertusstraße aufgestellt.

Wegen des großen Gewichts von mehr als zwei Tonnen war das nur mit einem Kranwagen möglich. Mit einstündiger Verspätung – der Kran aus Oberhausen stand im Stau – ging es los: Arbeiter befreiten die Spirale auf dem Anhänger eines Lkw von den Spanngurten, der Kran hob den Stahlkoloss vorsichtig an.

Nach 20 Minuten vorsichtigen Rangierens bewegte sich die Skulptur – begleitet von neugierigen Passanten und ungeduldigen Autofahrern – über die gesperrte L 154. Dann wurde sie in ein vorbereitetes Betonfundament in der Mitte des Kreisverkehrs verschraubt.

Die Skulptur muss noch rund vier Wochen für ihre Patina rosten

„Es ist ein besonderer Moment für mich, weil die Skulptur bis zuletzt eine Zitterpartie war“, sagt Siemsen während der Aufstellung. Aus vielen Einzelteilen wurde das Kunstwerk zusammengeschweißt, in der Werkshalle sei die spätere Form nicht immer erkennbar gewesen.

Einen sechsstelligen Betrag soll die Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen zu ihrem 25-jährigen Bestehen für die Kunst im Kreisverkehr gespendet haben. „Solche Spenden sind sehr wichtig für uns, weil auch in Kaarst die Gelder nicht mehr in dem Ausmaß zur Verfügung stehen“, sagt Klaus Stevens, Kulturmanager der Stadt Kaarst.

Die Stadt sei auf Spenden angewiesen. Diese aber relativ häufig vorkommen würden. „Es ist gut, dass sich hier viele Bürger und Handwerker für die Kunst engagieren.“ sagt Stevens.

Am 13. Dezember wird die Europa-Skulptur eingeweiht. Die Europa-Symbole im Stahl werden noch mit Glasscheiben hinterlegt, der Kreisverkehr bekommt eine Bepflanzung. „Eigentlich muss die Skulptur nur noch rosten, damit sie eine schöne rot-braune Farbe bekommt“, sagt Siemsen. Das soll etwa vier Wochen dauern.

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