Das neue Gerätehaus für den Löschzug Büttgen wird an der Driescher Straße gebaut.

Kristin Kraft, Kassiererin des HMC-Büttgen, auf der Vereinsanlage an der L154. Sie ist froh, dass der Platz weitestgehend unangetastet bleibt.
Kristin Kraft, Kassiererin des HMC-Büttgen, auf der Vereinsanlage an der L154. Sie ist froh, dass der Platz weitestgehend unangetastet bleibt.

Kristin Kraft, Kassiererin des HMC-Büttgen, auf der Vereinsanlage an der L154. Sie ist froh, dass der Platz weitestgehend unangetastet bleibt.

Stefan Büntig

Kristin Kraft, Kassiererin des HMC-Büttgen, auf der Vereinsanlage an der L154. Sie ist froh, dass der Platz weitestgehend unangetastet bleibt.

Kaarst. Der Löschzug Büttgen und die Minigolfer vom HMC-Büttgen werden sich demnächst ein Grundstück teilen. Wie das Areal an der Driescher Straße/Ecke L154 künftig gestaltet werden soll, darüber hatte in den vergangenen Monaten ein Arbeitskreis aus Feuerwehrleuten und Verwaltungsmitgliedern diskutiert.

Im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss am Donnerstagabend stellte Fachbereichsleiterin Brigitte Kaulen die Ergebnisse vor. „Wir haben eine Lösung gefunden, mit der alle gleichermaßen leben können“, sagte Kaulen.

Das Gelände umfasst die Liegewiese des Schwimmbads, den Minigolfplatz und einen Grünstreifen am Sportforum – im Ganzen rund 8000 Quadratmeter.

Etwa 4700 Quadratmeter sollen nach den aktuellen Planungen der Feuerwehr zugeschlagen werden. Etwa 1800 Quadratmeter bleiben den Minigolfern.

Falls in den kommenden Jahren doch noch mehr Platz seitens der Feuerwehr benötigt würde, müsste das Vereinsheim weiter Richtung Sportforum rücken. „Wir gehen aber nicht davon, dass das passieren wird“, sagte Kaulen.

Minigolfer zeigen sich zufrieden mit den Planungen

Die Lage für ein Feuerwehrgerätehaus muss folgeden Kriterien entsprechen, die am Standort Driescher Straße/L154 gelten: Fünf Minuten von der Alarmierung der Einsatzkräfte bis zum Eintreffen am Gerätehaus plus acht Minuten Ausrückzeit von zehn Personen zum Einsatzort. Außerdem muss die Verkehrsanbindung an übergeordnete Verbindungsstraßen mit gleichzeitigem Anfahren des Feuerwehrgeländes ohne Begegnungsverkehr gewährleistet sein.

Dass ihr Vereinsheim versetzt und ihre Nutzfläche durch neue Parkplätze verkleinert würde, war die Angst der Minigolfer, die das Gelände seit 1996 pachten und mit viel Engagement für ihre Zwecke hergerichtet haben. „Mit der Lösung können wir leben“, sagte Gerd Becker, Vereinsvorsitzender des HMC, gestern auf Nachfrage.

An den Planungen sei der Verein allerdings nicht beteiligt worden. „Der Arbeitskreis war einmal hier und hat sich unser Gelände angeschaut, aber das war’s.“ Dass die Feuerwehr vernünftig arbeiten kann, habe absoluten Vorrang, so Becker, „aber wir sind trotzdem froh, wenn unser Platz so bleiben kann, wie er ist.“

Eine Sanierung des Gerätehauses war nach einem Wirtschaftlichkeitsgutachten ausgeschlossen worden. Zu unretabel sei es, das 1955 gebaute Gebäude ein viertes Mal umzubauen. Bereits 1972, 1990 und 1993 war es erweitert worden.

Von fünf möglichen Standorten war das Gelände neben dem Minigolfverein aus feuerwehrtechnischer Sicht am besten geeignet (siehe Infokasten). Drei Entwürfe wurden angefertigt. Welcher dann letztendlich verwirklicht wird, gilt noch zu bereden.

„Der Arbeitskreis, die Betreiber des Sportforums und Mitglieder des Miniaturgolfvereins werden sich nun zusammensetzen und solange miteinander sprechen, bis wir eine einvernehmliche Lösung für alle gefunden haben“, sagte Kaulen.

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