Kaarster Kinder haben sich in einem Workshop mit der Ausstellung im Rathaus beschäftigt und Kunstwerke hergestellt.

Ferien
Emily und Annika (v.li.) gestalten Monotypien.

Emily und Annika (v.li.) gestalten Monotypien.

Im Rathaussaal wurde gemeinsam mit den Künstlern gemalt und fotografiert.

Georg Salzburg, Bild 1 von 2

Emily und Annika (v.li.) gestalten Monotypien.

Kaarst. Während Emily die Einstellungsmöglichkeiten der Spiegelreflexkamera in ihrer Hand studiert, bringt sich Lisa auf dem Boden des Rathaussaals schon mal in Position. Keck stützt sie die Arme auf und lächelt in Richtung Emily. Die zoomt noch etwas näher ran und drückt auf den Auslöser. Stolz zeigt sie der Künstlerin Gelinde Engelskirchen das Bild auf dem Display der Kamera. Im Kaarster Rathaus hatten Künstler und Kulturamt zu einem Kinderworkshop mit dem Thema Kunst geladen.

„Mein Ziel ist es heute, die Kinder an die Fotografie heranzuführen. Sie sollen die Angst vor einer großen Kamera verlieren und einen Blick für gute Bilder bekommen“, sagt Engelskirchen. Mit fünf weiteren Künstlern aus Kaarst betreut sie die 23 Teilnehmer des Ferienkurses.

„Wir wollen mit spielerischen Mitteln Kinder an Kultur und Kunst heranführen“, erklärt Kulturmanager Klaus Stevens. Aufhänger des gestrigen Workshops war die 37. Herbstausstellung Kaarster Künstler in der Rathaus-Galerie. Bevor es für die Kinder ans Malen und Fotografieren ging, bekamen sie eine exklusive Führung durch die Ausstellung.

Ein Gewinnspiel rund um die Ausstellung hält die Kinder bei Laune

„Das sieht aus wie ein Tunnel oder so“, murmelt ein Mädchen und verdreht den Kopf, um das Bild vor ihr aus einem anderen Blickwinkel sehen zu können. In kleinen Gruppen streichen die Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren um die Aufstellwände herum. In den Händen halten sie Gewinnspielkarten. Mit etwas Glück können sie bei der Verlosung am 15. Januar noch einen Kunstdruck gewinnen.

„Wir sind überrascht über die Resonanz“, sagt Stevens. Aufgrund der vielen Anmeldungen hatten sich die Organisatoren darauf geeinigt, am Nachmittag noch einen Kurs für 18 Kinder anzubieten. In der nächsten Woche werden auch einige Schulklassen der Ausstellung einen Besuch abstatten. Für Stevens ist es wichtig, solche Angebote in Kaarst gewährleisten zu können. Daher wünscht er sich auch, dass die Stadt Kaarst am Landespilotprojekt „Kulturrucksack“ teilnimmt: „Leider haben wir dazu zu wenig Kinder in einem bestimmten Alter. Aber ich bin in Gesprächen mit Korschenbroich und Meerbusch, ob man sich nicht zusammentun kann.“

Am Sonntag, 15. Januar, findet von 16 bis 18 Uhr die Finissage der 37. Herbstausstellung Kaarster Künstler in der Rathaus-Galerie statt.

Gäste können mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Der Düsseldorfer Karikaturist Utz Peter Greis und der Bonner Zeichner und Graphiker Jan Wiegand treten mit einem Moritatenprogramm auf. Außerdem wird das Gewinnspiel aufgelöst.

Währenddessen sind die Kinder im Rathaussaal schon vollkommen in ihren Aufgaben versunken. Henrike und Lorena – beide sieben Jahre – sitzen auf den Stufen an einem langen weißen Papierbanner. Mit Filzstiften malen sie Umrisse auf das Blatt. „Das ist ein Vulkan, der aus dem Wasser kommt“, erklärt Henrike. Ihr macht der Workshop Spaß, vor allem weil sie Neues ausprobieren kann: „In der Schule malen wir meistens nur mit Wasserfarben.“

Zufrieden blickt sich Klaus Stevens um. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, das in den Sommerferien noch einmal anzubieten“, sagt er und schießt noch ein Foto von den Kindern.

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