2009 wurde das Kunstwerk von Anatol, eine Schenkung der Galerie Splettstößer, im Park aufgestellt.

Die Enthüllung der Stele von Anatol...
Die Enthüllung der Stele von Anatol...

Die Enthüllung der Stele von Anatol...

...und die Stele ohne Rabe.

Archiv/Stadt Kaarst, Bild 1 von 2

Die Enthüllung der Stele von Anatol...

Kaarst. Als Kulturmanager Klaus Stevens in dieser Woche die Benachrichtigung eines Vorster Bürgers erhielt, „Die Krähe von Anatol im Park Vorster-Mitte…“ sei verschwunden, glaubte er zunächst noch an einen schlechten Scherz. Denn bisher hat es beim Kaarster Stelenprojekt noch keinen Fall von Vandalismus gegeben, und auch die anderen Kunstwerke im öffentlichen Raum sind bisher nie beschädigt worden.

Doch eine Ortsbesichtigung kurze Zeit später bestätigte die Meldung: Der Rabe von Anatol – eine Schenkung der Galerie Splettstößer an die Stadt Kaarst im Jahre 2009 – ist gestohlen. „Auf der Stelenplatte waren nur noch die angeschweißten Füße vorhanden. Der Rabe selbst ist mit einer Säge oder Flex sauber abgetrennt worden“, sagt Stevens. Eine Suche im Bürgerpark nach dem Anatol-Kunstwerk brachte keinen Erfolg, eine Anzeige bei der Kaarster Polizei war daher die logische Konsequenz.

Der Beuys-Schüler Anatol arbeitet auf der Museums-Insel Hombroich

„Ich glaube nicht, dass es dem oder den Dieben um den Materialwert ging“, sagt Stevens. Bei dem Raben handele es sich nicht um eine Bronzearbeit, sondern um eine für Anatol typische Stahl-, beziehungsweise Eisenskulptur. Der Erlös bei einem Schrotthändler für den etwa 60 Zentimeter hohen Raben wäre sicherlich nicht besonders hoch, vermutet der Kulturmanager. „Anders sieht es natürlich beim künstlerischen Wert aus, der sicherlich um einiges höher anzusetzen ist. Von daher ist der Verlust natürlich sehr groß“, so Stevens. Der Beuys-Schüler Anatol arbeitet auf der Museums-Insel Hombroich.

Kulturmanager Stevens hofft auf Hinweise von Bürgern

In der Kulturverwaltung hofft man jetzt, dass es sich bei dem Diebstahl vielleicht nur um eine „Mutprobe“ oder Ähnliches unter Jugendlichen handelt und die Krähe doch wieder auftaucht. „Noch bin ich zuversichtlich, dass wir aus der Bürgerschaft einen Hinweis (Telefon 02131/987226, E-Mail: kultur@kaarst.de) erhalten und wir den Raben schon wieder auf der Stele im Vorster Bürgerpark anbringen können“, so Klaus Stevens.

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