Beim Neubau der Spielanlage an der Hubertusstraße dürfen Schüler abstimmen, welche Geräte gekauft werden sollen.

Die Schüler der Büttgener Hauptschule und der Elisabeth-Selbach-Realschule präsentieren ihre Spielplatzmodelle.
Die Schüler der Büttgener Hauptschule und der Elisabeth-Selbach-Realschule präsentieren ihre Spielplatzmodelle.

Die Schüler der Büttgener Hauptschule und der Elisabeth-Selbach-Realschule präsentieren ihre Spielplatzmodelle.

Stefan Büntig

Die Schüler der Büttgener Hauptschule und der Elisabeth-Selbach-Realschule präsentieren ihre Spielplatzmodelle.

Kaarst. Seit vielen Jahren ist es in Kaarst üblich, Kinder bei der Planung von neuen Spielplätzen und bei der Renovierung vorhandener Spielanlagen einzubeziehen, so auch am Montag an der Hubertusstraße. Dort soll auf einem 1000 Quadratmeter großen Areal eine Spielanlage entstehen, die für alle Altersklassen ideale Voraussetzungen bietet.

Bei der konkreten Planung geht der Kaarster Stadtjugendpfleger Ralf Schilling diesmal einen neuen Weg. Er beteiligte 90 Kinder der sechsten Klassen der Büttgener Hauptschule und der Elisabeth-Selbach-Realschule intensiv an den Überlegungen zu dem neuen Spielplatz. Zunächst besuchte er die Schüler im Unterricht und sprach mit ihnen über die rechtlichen Vorgaben, die der Spielplatz zu erfüllen habe. In einem zweiten Schritt zeigte er den Klassen eine Auswahl von Spielgeräten. Anschließend sollten die Schüler Spielplatzmodelle bauen. Nach streng demokratischen Prinzipien konnten die Kinder dann per Klebepunkt ihre persönlichen Lieblingsgeräte bestimmen.

Nicht alle Anwohner sind mit der Wahl der Kinder zufrieden

Aus drei Gruppen kristallisierten sich eindeutige Gewinner heraus. So kommt erstmalig im Kaarster Stadtgebiet ein „Zyklon“ zum Einsatz, eine Schaukelanlage der besonderen Art, die besonders für den Spieleinsatz mit mehreren Kindern geeignet ist. Weiterhin wird es eine weitläufige Kletteranlage mit integriertem Piratennest und Rutschbahn sowie einen Geschicklichkeitsparcours geben.

Einige anwesende Anwohner aus dem Neubaugebiet äußerten ihren Unmut über die vorgelegte Planung, da diese besonders auf die Bedürfnisse größerer Kinder zugeschnitten sei und die interessen der Kleinkinder zu wenig beachtet würden. Sie vermissen besonders eine Schaukel. Diese zu integrieren sei durchaus noch denkbar, beruhigte sie Ralf Schilling, wies jedoch darauf hin, dass der Wille der Kinder Vorrang habe.

Die Stadt investiert in den Bau der Spielanlage 170.000 Euro. Mit einer Fertigstellung sei nicht vor 2014 zu rechnen, erklärte Schilling.

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