Auflösung von Hauptschule und Elisabeth-Selbert-Realschule unter Vorbehalt.

Kaarst. Einstimmig hat der Schulausschuss der Stadt Kaarst die Gründung einer Gesamtschule beschlossen. Damit haben sich alle Fraktionen unabhängig von ihren Überzeugungen dem Elternwillen gebeugt.

Über das Vorhaben selbst wurde überraschenderweise nicht weiter diskutiert. Zur Sprache kamen nur Details. Gleichzeitig stimmten die Schulausschussmitglieder – wieder einstimmig, aber unter Vorbehalt – für die Auflösung der Gemeinschaftshauptschule Kaarst-Büttgen und der Elisabeth-Selbert-Realschule.

Damit trugen Verwaltung und Kommunalpolitiker der im April und Mai durchgeführten Elternbefragung Rechnung, bei der sich die Mehrzahl für die Gesamtschule und gegen eine Sekundarschule ausgesprochen hatte.

Die Ergebnisse der Befragung waren für die Politiker jedoch unverbindlich und hätten somit nicht zwingend umgesetzt werden müssen.

Im Vorfeld war bereits klar, dass SPD und Grüne die Gründung einer Gesamtschule favorisierten, während die CDU eher für eine Sekundarschule plädierte. Deshalb dankte Ulf Imiela, SPD-Ratsmitglied und schulpolitischer Sprecher der Kaarster SPD-Fraktion, nicht nur der Verwaltung für ihre schnelle Vorgehensweise, sondern sprach auch CDU-Fraktionschefin Dorothea Zillmer seinen Respekt aus.Es sei nach den vielen Diskussionen über das Thema ein historischer Beschluss, sagte Imiela.

Die neue vierzügige Gesamtschule soll unter dem Namen Städtische Gesamtschule Kaarst-Büttgen bereits zum Schuljahr 2013/2014 am Standort Büttgen an der Hubertusstraße 22-24 ihren Betrieb aufnehmen und die Räumlichkeiten der Gemeinschaftshauptschule Kaarst-Büttgen und der Elisabeth-Selbert-Realschule nutzen.

Mindestens 100 Kinder müssen sich an der Gesamtschule anmelden

Gibt auch der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Oktober grünes Licht, wird die Stadtverwaltung unverzüglich den notwendigen Antrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf stellen. Die Auflösung der Hauptschule und der Elisabeth-Selbert-Realschule wurde dennoch nur unter Vorbehalt beschlossen.

Denn nur, wenn sich an der neuen Gesamtschule mindestens 100 Kinder anmelden, kann sie an den Start gehen. Sollte das nicht der Fall sein, gelten Haupt- und Realschule als nicht aufgelöst.

Dass beide Schulen vor der Neugründung einer Gesamtschule aufgelöst werden, ist eine Vorgabe der Bezirksregierung Düsseldorf. Die sukzessive Auflösung beinhaltet einen schrittweisen Abbau der Jahrgänge.

Somit würden an beiden Schulen bereits im kommenden Schuljahr keine neuen Eingangsklassen gebildet und die letzten Schüler bis zum Ende des Schuljahres 2017/2018 unterrichtet.

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