Am Samstag eröffnet in der Galerie Fries eine Ausstellung des spanischen Künstlers José Portilla.

Kunst
Galerist Stefan Fries mit dem Werk „43/09“. Der Titel lässt auf die hohe Produktivität José Portillas schließen: das 43. Bild im Jahr 2009.

Galerist Stefan Fries mit dem Werk „43/09“. Der Titel lässt auf die hohe Produktivität José Portillas schließen: das 43. Bild im Jahr 2009.

Georg Salzburg

Galerist Stefan Fries mit dem Werk „43/09“. Der Titel lässt auf die hohe Produktivität José Portillas schließen: das 43. Bild im Jahr 2009.

Kaarst. Um das künstlerische Werk José Portillas zu charakterisieren, ist eigentlich nur ein Wort notwendig: Ruhe. Optional wären noch „Gelassenheit“ und „Harmonie“ denkbar. Unter dem Titel „Symphonie der Farben“, eröffnet die Galerie Fries am Samstag eine Ausstellung mit 24 Werken des spanischen Malers.

Rechtecke und Quadrate sind für Portilla von besonderer Bedeutung

„Ganz typisch für Portilla sind Quadrate. Er sieht sie als seine Fenster nach draußen“, sagt Galerist Stefan W. Fries. Und es stimmt: Zwar sind nicht immer Quadrate, aber zumindest Rechtecke das bestimmende Element von Portillas Werken. Welch große handwerkliche Qualität hinter den abstrakten Arbeiten des Künstlers steckt, eröffnet sich bei genauerem Betrachten der Oberflächenstruktur: An einer Stelle fügt sich ein Meer aus feinen Spitzen zu einem Muster zusammen, an einer anderen zeichnet sich das filigrane Ornament eines Tuchmusters ab. „Für die Gestaltung der Oberfläche arbeitet Portilla mit verschiedenen Materialen“ erklärt Stefan Fries. „Zum Beispiel mit feinem Marmorstaub.“

Oftmals sind den verschiedenen Rechtecken eigene Farben zugeordnet. Und immer wieder begegnet der Betrachter einem Ton zwischen Weizenblond und Ocker. „Diese Erdfarben spiegeln die Verbundenheit Portillas zu seiner Heimat Salamanca wider“, erläutert der Galerist. Auch nimmt ein kühles und frisches Blau einen bedeutenden Platz in den Werken ein. Auch dies kommt nicht von Ungefähr: Des Künstlers zweite Heimat ist Barcelona.

Nein, Namen bräuchten die Werke des Spaniers eigentlich nicht, sagt Fries. Die Wirkung der Bilder spreche für sich. Die meisten Titel sind nach dem Muster „15/10“ aufgebaut - das 15. Werk des Jahres 2010. Nur ein paar wenige Bilder haben echte Namen – zum Beispiel „Atrapar el Tiempo („Das Einfangen der Zeit“) oder „La Luz del Cielo Filtrad“ („Das gefühlte Himmelslicht“). Vor allem in letzterem ist gut erkennbar, wie Portilla arbeitet: Er färbt die verwendeten Materialien vorher ein, trägt sich dann auf die Holzoberfläche auf und schabt, kratzt, drückt und presst schließlich seine Muster hinein.

Die Gelassenheit, die Portillas Werke ausstrahlen, charakterisieren auch den spanischen Künstler selbst, sagt Fries. Wer dies nicht glaubt, kann sich am Samstagabend überzeugen. Schließlich wird der Künstler aus Salamanca selbst anwesend sein.

José Portilla: „Symphonie der Farben“

Am Samstag, 18 Uhr, Galerie Fries, Düsselstraße 21.

bis 29. April.

Am Eröffnungsabend stellt die Weinakademikerin Franziska Hachmann ausgewählte Weine vor.
www.galerie-fries.de

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