Am Robert- Bunsen-Weg gibt es jetzt unter anderem einen Schlafraum für die U3-Kinder.

Umbau
Gebannte Blicke: Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter liest in den neuen Räumlichkeiten vor, während Kita-Leiterin Soula Eickeler-Manolaki und die Kinder voller Spannung zuhören.

Gebannte Blicke: Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter liest in den neuen Räumlichkeiten vor, während Kita-Leiterin Soula Eickeler-Manolaki und die Kinder voller Spannung zuhören.

Marc Ingel

Gebannte Blicke: Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter liest in den neuen Räumlichkeiten vor, während Kita-Leiterin Soula Eickeler-Manolaki und die Kinder voller Spannung zuhören.

Kaarst. Schon seit 1975 gibt es die Kita am Robert-Bunsen-Weg. Doch ihr neues Gesicht hat sie erst vor kurzem bekommen. Nach achtmonatigen Umbau, der im Dezember zu Ende ging, ist der neue Kindergarten nun fertig. Hinzugekommen ist ein Anbau, in dem sich jetzt der Personalbereich, ein Schlafraum, eine Kinderwagenabstellfläche sowie der neue Eingang mit Innenhof befinden.

Die Zahl der Kinder bleibt gleich

Die Zahl der Kinder bleibt auch nach der Erweiterung die gleiche, sie liegt bei 66 Jungen und Mädchen. Der Hauptgrund des Ausbaus besteht laut Jugendamtsleiterin Ute Schnur darin, die Einrichtung künftig auch für zwei U3-Gruppen zu qualifizieren. Dafür seien eine ganze Reihe von baulichen Vorschriften und Standards zu beachten gewesen. Neben dem neuen Schlafraum mussten etwa auch Dusch-Wickel-Anlagen eingebaut werden. „Dadurch können nun auch die ganz Kleinen ab sechs Monaten betreut werden“, erläutert Schnur.

Aber auch im Altbau wurde einiges verändert. Der Turnraum hat ein neues Dachfenster bekommen und verfügt nun über einen zweiten Rettungsweg. Das bisherige Leiterinnenbüro ist jetzt ein weiterer Schlafraum und der alte Personalraum wiederum das neue Büro. „Diese Verschiebungen waren nötig, weil die einzelnen Gruppen in zusammenhängenden Komplexen untergebracht werden müssen“, erklärt Schnur. „Man wird erfinderisch, wenn der Platz rar ist.“

311 000 Euro hat der Umbau gekostet, der Großteil wird vom Land getragen. Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter verweist auf die steigenden Unterhaltungskosten, die mit der zusätzlichen Fläche einhergehen. Denn durch den Mehraufwand der U3-Betreuung werden auch weitere Arbeitskräfte nötig. „Nach zehn Jahren sind die Betriebskosten etwa so hoch wie die Baukosten“, sagt Meuter. „Das sind Kosten, die die Kommunen dann selbst tragen müssen.“

Ab August 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem ersten Lebensjahr. Dafür müssen verpflichtend für mindestens 32 Prozent der Kinder U3-Plätze geschaffen werden. Schnur: „Mit bisher etwa 23 Prozent ist Kaarst auf einem guten Weg zu diesem Ziel.“

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