Die Ferien werden genutzt, um die Schulgebäude im Stadtgebiet zu modernisieren.

Sanierung
Tobias Peltzer und Björn Hahn sanieren das Dach der Matthias-Claudius-Schule.

Tobias Peltzer und Björn Hahn sanieren das Dach der Matthias-Claudius-Schule.

Ingel

Tobias Peltzer und Björn Hahn sanieren das Dach der Matthias-Claudius-Schule.

Kaarst. Urlaubszeit ist immer auch Sanierungszeit der städtischen Gebäude, da bildet Kaarst keine Ausnahme. Besonders die Schulen werden in den sechs Wochen zur Baustelle. In der Matthias-Claudius-Grundschule zum Beispiel wird das Dach komplett erneuert. „Der Bau stammt noch aus den 50er Jahren, da war eine Sanierung dringend notwendig“, erklärt der Technische Beigeordnete Manfred Meuter.

Die Dachdecker Tobias Peltzer und Björn Hahn müssen sich sputen, bis zum ersten Schulgong nach den Ferien am 6. September muss alles fertig sein. „Es kann immer mal was vom Dach fallen, solche Arbeiten können nicht während des laufenden Betriebs in einer Schule durchgeführt werden“, sagt Lothar Knappe, Technischer Angestellter bei der Stadtverwaltung.

Rund 100 000 Euro investiert die Stadt in die Dachsanierung inklusive Einbau von Dämmmaterial. „Das geschieht im Zuge unseres Energiesparprogramms sukzessive an allen Schulen“, erläutert Meuter. Eine Prioritätenliste im engeren Sinne gebe es jedoch nicht. „Wir reparieren da, wo etwas kaputt ist – und zwar richtig nach energetischen Gesichtspunkten. Flickschusterei bringt nichts“, so Meuter.

Mädchentoiletten in zwei Schulen werden saniert

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten in den Sommerferien ist die Sanierung der Mädchentoiletten in zwei Schulen. Sowohl an der Realschule (50 000 Euro) als auch im Albert-Einstein-Gymnasium (65 000 Euro) werden die Sanitärbereiche komplett entkernt und erneuert. Dafür müssen alle Waschbecken, Toilettentöpfe, Urinale, Trennwände und auch die Heizung erst einmal entfernt werden, bevor Wasserleitungen neu verlegt sowie Wand- und Bodenfliesen angebracht werden können. „Goldene Wasserhähne“ wird es danach in Kaarster Schulen nicht geben, „das ist robuster Standard“, beschreibt Meuter.

Für die Jungentoiletten reichten in diesem Jahr die Haushaltsmittel nicht aus. Warum die stillen Örtchen der Mädchen nach Jahrzehnten der Nutzung immer schlimmer aussehen als die der Jungen, darauf kann sich Knappe auch keinen Reim machen, „aber das ist in allen Schulen so – wahrscheinlich, weil die jeweilige Verweildauer länger ist“, spekuliert der Fachmann.

Rund 80 000 Euro fallen in der Realschule für die Sanierung der Grundleitungen für die Schulhofentwässerung an. „Da haben die Wurzeln der Bäume für erhebliche Schäden gesorgt“, sagt Knappe.

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