Beim ersten Computerspieletag können sich Eltern über die Hobbys der Kinder informieren.

Aktion
Peter Laumen, Leiter des Jugendzentrums Holzbüttgen, und die Kaarster Jugendschutzbeauftragte Martina Bläser werben für den ersten Computerspieletag, bei dem auch die Brettspiele genutzt werden können.

Peter Laumen, Leiter des Jugendzentrums Holzbüttgen, und die Kaarster Jugendschutzbeauftragte Martina Bläser werben für den ersten Computerspieletag, bei dem auch die Brettspiele genutzt werden können.

Stefan Kreidewolf

Peter Laumen, Leiter des Jugendzentrums Holzbüttgen, und die Kaarster Jugendschutzbeauftragte Martina Bläser werben für den ersten Computerspieletag, bei dem auch die Brettspiele genutzt werden können.

Kaarst. Die Zeiten, als Kinder und Jugendliche ausschließlich auf der Straße mit Fußball und Rädern spielten oder sich zu Hause mit „Memory“ und „Uno“ die Zeit vertrieben, sind vorbei. Im Computerzeitalter haben die klassischen Spiele Konkurrenz von PC-Spielen, Wii und Gameboy bekommen.

Für viele Eltern sind die neuen Beschäftigungsmöglichkeiten ein Buch mit sieben Siegeln. Peter Laumen, Leiter des Jugendzentrums Holzbüttgen, bekommt dann Anrufe von Eltern. „Die machen sich Sorgen, wenn ihr Kind den ganzen Abend am Computer sitzt, der Zugang bei den Eltern ist nicht da.“

Experten informieren über die Spiele und das Thema Medienkompetenz

Isolation, schulische Schwächen, Gewaltspiele – mit diesen Vorurteilen gegenüber Computerspielen wollen Laumen und die Kaarster Jugendschutzbeauftragte Martina Bläser aufräumen. Gemeinsam haben sie den ersten Kaarster Computerspieletag am 4. Februar konzipiert.

Dort soll in erster Linie aber nicht „gezockt“, sondern informiert werden. Der Eintritt ist zwar frei, die Kinder und Jugendlichen müssen aber in Begleitung eines Erwachsenen – egal ob Vater, Tante, oder Großmutter – erscheinen. „Der Tag soll den Erwachsenen ermöglichen, einen Einblick zu bekommen“, sagt Bläser. Gemeinsam sollen sie mit den Kindern spielen und von ihnen etwas über die Computerspiele lernen.

Autorennen auf der Wii-Konsole, Online-Rollenspiele im Stil von „World of Warcraft“ oder Fußballspielen am Computer. Viele Spielegenres sind abgedeckt und bei Fragen stehen Experten zur Verfügung. Der Verein „Game Parents“ ist vor Ort und informiert über das Thema Sicherheit.

Der erste Computerspieletag beginnt am Samstag, 4. Februar, um 14 Uhr. Eltern und Kinder können sich bis 18 Uhr im Jugendzentrum Holzbüttgen, Lindenplatz 6, informieren und ausprobieren. Weitere Infos im Internet: www.jugendcentrum.de

Eltern, die sich im Internet über das Thema Medienkompetenz informieren wollen, finden auf der Homepage der Landesanstalt für Medien zahlreiche Hinweise und Links: www.lfm-nrw.de

In einem für Kinder gesperrten Raum zeigen die Profi-Computerspieler des Vereins „N-Faculty“ aus Köln auch die Welt der so genannten „Killerspiele“, wie etwa den Klassiker „Counterstrike“. Neben „Game Parents“ und „N-Faculty“ werden auch Vertreter der Drogenhilfe Köln und des Rhein-Kreis-Projekts „Sicher im Netz unterwegs“ über Medienkompetenz- und gefahren informieren.

Wer von Computer und Wii genug hat, kann an diesem Tag in einem Raum auch die große Auswahl herkömmlicher Brettspiele ausprobieren. „Wir wollen eine gute Mischung hinbekommen“, sagt Laumen.

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