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Am Kaarster See wurde am Sonntag ein vierjähriger Junge leblos aus dem Wasser gezogen. Archiv

Am Kaarster See wurde am Sonntag ein vierjähriger Junge leblos aus dem Wasser gezogen. Archiv

Bothe

Am Kaarster See wurde am Sonntag ein vierjähriger Junge leblos aus dem Wasser gezogen. Archiv

Kaarst. Nach dem tragischen Badeunfall am Kaarster See am vergangenen Sonntag hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf jetzt die Todesursache des vierjährigen Jungen bestätigt. „Es ist von einem Tod durch Ertrinken auszugehen“, sagte Staatsanwältin Britta Zur. Doch damit sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. „Wir werden in den kommenden Tagen weitere Zeugen befragen, um den zeitlichen Ablauf des Unglücks zu bestimmen“, sagte Zur weiter.

Der vierjährige Junge verstarb im Krankenhaus

Am vergangenen Sonntag war ein vierjähriger Junge am Kaarster See leblos aus dem Wasser gezogen und noch vor Ort reanimiert worden. Am Montag verstarb das Kind im Krankenhaus. Darüber, wie es zu dem Unglück kommen konnte, kann nur spekuliert werden. Zeugen vor Ort berichteten, dass die Mutter um kurz nach 17 Uhr anfing, nach ihrem Sohn zu suchen. Die ersten Lautsprecher-Durchsagen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren gegen 17.30 Uhr zu hören. Die Polizei wurde nach eigener Aussage um 17.57 Uhr verständigt, der Notruf bei der Feuerwehr ging um 18.08 Uhr ein.

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, machte sie sich ein Bild von der Lage und bildete dann eine Menschenkette, um den Jungen zu finden. „Ein Protokoll im Sinne einer konkreten Handlungsvorschrift gibt es in solchen Fällen nicht. Und zwar deshalb, weil jede Lage immer wieder neu bewertet werden muss“, sagte Stadtsprecher Peter Böttner. „Aus Sicht der Feuerwehr war die Menschenkette die geeignete Maßnahme, um den Jungen zu finden“, so Böttner weiter. DLRG-Sprecher Achim Wiese bestätigte ebenfalls, dass die Lebensretter in solchen Fällen wie am Kaarster See immer auf diese Maßnahme zurückgreifen. „Immer, wenn eine Person vermisst wird, wird eine Menschenkette gebildet, um diese Person zu finden“, sagt Wiese: „Je nachdem, wie groß das Gelände ist, geht das mal schneller und mal langsamer.“

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