Marianne Michael-Fränzel und Axel Jens von den Kaarster Grünen. Archiv
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Anja Tinter

Marianne Michael-Fränzel und Axel Jens von den Kaarster Grünen. Archiv

Kaarst. Eine ausrangierte Telefonzelle wird der erste öffentliche Bücherschrank in der Kaarster Stadtmitte sein. Nicht die alte gelbe Version, sondern die spätere in Magenta hat der Verein „Anthemon K51“ mit finanzieller Unterstützung der Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen jetzt der Telekom abgekauft und entsprechend umgebaut. Platz ist für eine ausreichende Auswahl an Büchern aus zweiter Hand, die kostenlos ausgeliehen und getauscht werden können. Ebenso sind Bürger dazu aufgerufen, selber Literatur für den Bücherschrank zu stiften.

Mubiscentrum wurde als geeigneter Standort auserkoren

Bei einer Ortsbesichtigung von Verein und Stadt wurde das Maubiscentrum als geeigneter Standort auserkoren. „Es ist soweit alles vorbereitet, damit der Bücherschrank aufgestellt werden kann“, sagte Bereichsleiter Dieter Güsgen jetzt im Kulturausschuss. Der Verein wird als Pate des Bücherschranks fungieren und den Zustand dreimal in der Woche kontrollieren. Auch der Betreiber der Buchhandlung im Maubishof hat seine Hilfe angeboten.

Weiterhin wurde der Antrag der CDU auf Errichtung eines zusätzlichen Bücherschranks in der Ortsmitte Vorst vom Kulturausschuss jetzt einstimmig beschlossen. „Wir haben auch hierfür nach finanzieller Unterstützung gesucht und RWE daraufhin angesprochen“, berichtete Güsgen. Der Energiekonzern hatte bereits vor drei Jahren eine eigene Anfrage für einen Bücherschrank gestellt. Trotz damaliger Absage aus dem Stadtrat steht das Unternehmen weiter zu seinem Angebot. Es würde ein eigenes Modell aufstellen und mit einem Architekten, der bereits 200 Bücherschränke aufgestellt hat, einen geeigneten Standort suchen.

An der Martinusstraße gibt es bereits einen öffentlichen Schrank

„Es muss eine Sitzbank daneben Platz haben und die Möglichkeit für Veranstaltungen drum herum gegeben sein“, so der Kulturamtsleiter. Sven Ladeck (CDU) empfahl, auch Rücksprache mit der Vorster Schützenbruderschaft zu halten. Hanno Wilsch (FDP) möchte vorab die ersten Erfahrungen des Vereins „Anthemon K51“ abwarten. Er äußerte bereits in der Vergangenheit seine Sorge um Sachbeschädigung. Der Bücherschrank sei robust, erklärte Güsgen, und auch das Firmenlogo darauf wäre nur klein abgebildet. Damit räumte er Bedenken der Politik dahingehend aus, dass der Bücherschrank als öffentliche Werbefläche des Konzerns genutzt werden könnte.

Der allererste öffentliche Bücherschrank steht den Kaarstern seit März 2013 im Foyer der Geschäftsstelle der Grünen an der Martinusstraße 4 zur Verfügung. Innerhalb der Öffnungszeiten – Montag von 16 bis 19 Uhr und Donnerstag von 9 bis 16 Uhr – können dort ebenfalls Bücher ausgeliehen und eingestellt werden. Die Patenschaft hat auch dort der Verein „Anthemon K51“ übernommen. stef

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