Die Ausstellung wird in der Galerie im Rathaus Büttgen eröffnet.

Kunst
Michael Kortländer führt die Besucher der Ausstellung mit seinen Skulpturen in die Irre.

Michael Kortländer führt die Besucher der Ausstellung mit seinen Skulpturen in die Irre.

Büntig

Michael Kortländer führt die Besucher der Ausstellung mit seinen Skulpturen in die Irre.

Kaarst. 1978 schlossen sich einige Künstler aus dem Raum Düsseldorf zusammen und gründeten die Künstlervereinigung Salix. Zu ihren Aktivitäten gehört eine jährliche Kunstausstellung in der Städtischen Galerie im Büttgener Rathaus, zu der immer ein Gastkünstler eingeladen wird.

Am Wochenende wurde die 34. Salix-Ausstellung mit Michael Kortländer als diesjährigem Gast eröffnet. „Kortländer stand schon lange auf unserer Wunschliste, jetzt hat es endlich geklappt“, so Salix-Sprecher Burkhard Siemsen.

Kortländer, der für den Vorster Bürgerpark eine Stele kreiert hat, brachte fünf Werke mit, die sich in die Ausstellung integrieren, aber dennoch eine eigene Dominanz entwickeln. Die in der Mitte des alten Ratssaals positionierte Skulptur schnitt er ebenso wie seine Wandobjekte aus Kartonage.

Das beabsichtigte Spiel mit leicht und schwer, mit Schein und Sein gelingt ihm sehr gut: Das zweigeteilte Objekt erscheint massiv, entpuppt sich aber als geradezu fragil und ist dementsprechend schnell aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Die aktuell acht Salix-Mitglieder zeigen ganz neue Arbeiten, die sie zum großen Teil für diese Ausstellung angefertigt haben. Siemsen fasste sich in seiner Einführungsansprache kurz: „Es ist schön, auf eine Ausstellung hin zu arbeiten und Dinge zu schaffen, die vielleicht mehr sein können als nur Dekoration.“

Klaus Büschgens zeigt hintergründige und spitzfindige Aquarelle und Zeichnungen, Klaus Fabian überrascht mit kolorierten Art-Prints und Kunstbüchern, in denen er sein Werk der ironischen Naturbetrachtung fortsetzt. Wilhelm Schiefer setzt sich mit seinen Arbeiten bewusst ab, er wählte mit Absicht Bronze-Arbeiten aus den 60er Jahren.

Rose Kösters Aquarelle wirken gewohnt leicht und beschwingt, Elke Beyer hingegen setzt auf Variationen unter dem Titel „Quittenspiel“. Mit starken Farbkontrasten experimentiert Christoph Rehlinghaus bei seinen Ölgemälden.

Burkhard Siemsen bereitete Kollagen und Tuschezeichnungen für die Ausstellung vor, die sich mit der erst vor einigen Monaten in Büttgen aufgestellten Europa-Stele beschäftigen. Unverwechselbar haben Uli Maders „Ballerina“ oder auch der „Ruhende Läufer“ als bemalte Holzskulpturen in dieser Ausstellung ihren Platz. Sie animieren dazu, sich jedes Detail genau anzusehen.

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