Rhein-Kreis Neuss. Beim insolventen Motorradbekleidungs- und Zubehörhändler Polo zeichnet sich eine Entspannung ab. Der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hat mit der Geschäftsführung beschlossen, mit allen Filialen des Unternehmens in das bevorstehende Insolvenzverfahren zu gehen. Sofern eine Filiale eine eigene Gastronomie betreibt, wird die Bewirtung der Kunden auf die Freitage und Samstage begrenzt. Ausnahme ist das Red Hot in Jüchen.

Die Zahl der Gastronomie-Mitarbeiter, überwiegend Aushilfen, wird reduziert. Dadurch und durch einen punktuell weiteren Personalabbau muss 20 der deutschlandweit knapp 800 Mitarbeitern gekündigt werden. „Noch ist offen, ob ein Käufer, den wir suchen, sämtliche Standorte nach dem Erwerb des Unternehmens weiterführen wird“, sagte Horst Piepenburg jetzt in Jüchen.

Auch die Produktion des Katalogs wurde in Auftrag gegeben. „Damit geben wir auch ein deutliches Signal in den Markt, dass wir für Polo eine realistische Perspektive sehen und inzwischen wieder mittelfristig planen können“, erklärte Geschäftsführer Klaus Esser. Ab 22. Februar wird der Katalog an Kunden und Filialen ausgeliefert.

Piepenburg wird sein Gutachten zur Eröffnung des Verfahrens Anfang der Woche abschließen und dem Amtsgericht Mönchengladbach vorlegen, so dass das Insolvenzverfahren am 1. Februar eröffnet werden kann. Red

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