Der SV Hemmerden gewinnt das Finale bei der Kreishallenmeisterschaft gegen den BV Wevelinghoven mit 3:0.

Ausgelassener Jubel beim alten und neuen Kreishallenmeister.
Ausgelassener Jubel beim alten und neuen Kreishallenmeister.

Ausgelassener Jubel beim alten und neuen Kreishallenmeister.

Georg Salzburg

Ausgelassener Jubel beim alten und neuen Kreishallenmeister.

Grevenbroich. Die Anspannung, die nach Turnierende von Trainer André Recker und seinem SV Hemmerden abfiel, war spürbar. „Es war ganz wichtig für uns, das Jahr mit einem Erfolgserlebnis zu beginnen. Endlich haben die Mädels mal wieder ein Lächeln auf den Lippen. Uns ist ein riesiger Klotz vom Herzen gefallen“, meinte der Coach. Der SV darf sich nach einem 3:0-Sieg im Endspiel gegen den BV Wevelinghoven erneut Kreishallenmeister der Frauen nennen. Das war nach einer ganz schwachen Hinrunde, die Hemmerden als Schlusslicht der Niederrheinliga beendete, nicht zwingend zu erwarten.

Am Ende setzte sich der beste Fußball in der Halle durch

In der bestens besuchten Gustorfer Sporthalle wurde Reckers Mannschaft ihrer Favoritenstellung aber gerecht und spielte den besten Fußball. Im sehr hitzigen Finale ließ der SV den Ball laufen und nutzte seine erste richtig gute Torchance nach sechs Minuten eiskalt, als die frei stehende Mareike Esser den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen wuchtete. Jessica Froitzheim (14.) und Cecilie Lischke (16.) schraubten das Ergebnis kurz vor Spielende mit zwei Abstaubern in die Höhe. „Dieser Sieg war echt wichtig für unsere Moral. Ich finde auch, dass er verdient war“, meinte Recker.

Hätte man indes nur die Szenen nach Abpfiff betrachtet, hätte man leicht den Eindruck bekommen können, der krasse Außenseiter aus Wevelinghoven habe triumphiert. Denn der Kreisligist feierte seine Niederlage ausgelassen in einer Spielertraube. „Damit hat bei uns wirklich niemand gerechnet“, sagte Trainer Emilio Clemente. „Der ganze Tag war für uns heute einfach nur Bonus. Ich habe den Mädchen gesagt, dass sie einfach nur Spaß haben sollen und das hat man auch gesehen. Wir sind überglücklich.“

Schon in der Vorrunde war der BV nur mit 1:2 an Hemmerden gescheitert und als Zweiter ins Halbfinale eingezogen, wo er überraschend die SVG Weißenberg niederkämpfte. Ein Freistoßtor von Svenja Ahrweiler kurz nach der Pause reichte zu einem knappen 1:0-Erfolg. Weißenbergs Coach Guido Brenner ärgerte sich: „Wir haben gut gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Wir hätten echt gerne ein Endspiel gehabt, irgendwie klappt es einfach nicht mit dem Titel. Über den dritten Platz freuen wir uns auch – aber nur ein bisschen.“

Gegen Rosellen ging es bis ins Neunmeterschießen

Zittern musste auch Hemmerden, das gegen den SV Rosellen schon kurz vor dem Ausscheiden stand. Der vergab aber zahlreiche sehr gute Tormöglichkeiten und zog nach einem 0:0 im Neunmeterschießen dann den Kürzeren. SVH-Torfrau Laura Creutz parierte gleich die ersten beiden Schüsse und legte so den Grundstein für einen 3:1-Sieg. In der Vorrunde wurde Rosellen nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Weißenberg Zweiter.

1. SV Hemmerden 2. BV Wevelinghoven 3. SVG Weißenberg 4. SV Rosellen 5. FC Straberg 6. SG Kaarst 7. TJ Dormagen 8. TuS Grevenbroich 9. Büttgen

Der Kreisfußballvorsitzende Hermann-Josef Koch sah ein spannendes Turnier: „Es ist schön, wie das Niveau von Jahr zu Jahr besser wird. Die Stimmung aus dem Publikum war toll, da können wir nur zufrieden sein. Und wenn man sieht, wie die Wevelinghovener trotz der Niederlage jubeln, macht es Spaß, diesen Aufwand zu betreiben.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer