Organisatoren planen für 2011 mit Feuerwerk, aber ohne die Schlittschuhbahn.

Grevenbroich. Marion Rekließ ist zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. Einen guten Monat lang hat sie selbstgefertigten Schmuck auf dem Weihnachtsmarkt präsentiert. Am Mittwoch Abend schloss der Markt die Buden.

Im zweiten Jahr hat die Schmuckdesignerin aus Castrop-Rauxel ihren Stand in Grevenbroich aufgeschlagen. „Ich habe viele Stammkunden wiedergetroffen“, freut sie sich. „Für uns Händler ist es nur schade, dass die Buden reihenweise statt im Kreis aufgestellt sind. Dann würden die Besucher automatisch rundherum geführt.“

In guter Stimmung beschließt auch Hannelore Hohmann den Markt. An ihrem Stand mit Imkerprodukten – Honig, Met und duftenden Wachskerzen – hat sie sogar Kölner getroffen, die nach Grevenbroich gefahren waren, „weil hier die Preise stimmen und weniger Gedränge ist.“ Ein weiteres Plus ist aus ihrer Sicht ist die Auswahl der Händler – vor allem verglichen mit einem anderen Weihnachtsmarkt, den sie als Kundin besucht hat: „Da waren von 100 Ständen 70 Fressbuden, die übrigen verkauften Plunder.“

Robert Jordan vom Stadtmarketing zieht ebenfalls positive Bilanz. Das einzige Problem sei von keinem Organisator der Welt zu ändern: das Wetter. Zwar zaubere die dichte Schneedecke eine märchenhafte Weihnachtsstimmung. Und das erste Advent-Wochenende mit dem Moonlight-Shopping in der Innenstadt sei für den Markt ein sehr guter Start gewesen. „Aber wenn die Temperaturen unter Null fallen, bleiben die Leute doch lieber zuhause“, so Jordans Erfahrung.

Die Organisatoren ließen sich indes nicht vom Winterwetter bremsen. So zogen sie das Feuerwerk am Sonntag wie geplant durch – trotz Schneegestöbers, wie Norbert Lupp bemerkt, der den Markt im zehnten Jahr organisiert. „Als der Schnee immer stärker wurde, zogen viele Zuschauer ab. Da fragte uns der Feuerwerker, ob es sich denn überhaupt lohnt. Ich sagte: Klar, versprochen ist versprochen. Und wenn da nur zwei Leute stehen!“ Nach Lupps Vorstellungen soll das Feuerwerk ein fester Programmpunkt künftiger Weihnachtsmärkte werden.

Eine Schlittschuhbahn wird es 2011 allerdings nicht mehr geben, auch wenn die Reaktionen überwiegend positiv seien. Wie Norbet Lupp berichtet, ist fürs nächste Jahr ein neues Highlight in Planung. Was das sein wird, verrät er allerdings noch nicht.

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