Die Bauarbeiten hinter dem Schlossstadion haben begonnen. Die Stadt investiert 210 000 Euro.

Die Bauarbeiten hinter dem Schlossstadion haben begonnen. Die Stadt investiert 210 000 Euro.
Architekt Florian Stanka (M.) zeigte Pascal Mährle (l.) und Thomas Staff von der Stadt gestern die Baustelle.

Architekt Florian Stanka (M.) zeigte Pascal Mährle (l.) und Thomas Staff von der Stadt gestern die Baustelle.

Berns

Architekt Florian Stanka (M.) zeigte Pascal Mährle (l.) und Thomas Staff von der Stadt gestern die Baustelle.

Grevenbroich. Die rote Asche türmt sich zu Hügeln, Bagger schieben das Material zusammen. Bereits in sechs Wochen soll, wenn das Wetter mitspielt, hinter dem Schlossstadion das runderneuerte und kräftig aufgewertete Kleinspielfeld an der Erft fertig sein. Aus dem Asche- wird ein Kunstrasenplatz. Rund 210 000 Euro investiert die Stadt in die Anlage. Bürgermeister Klaus Krützen kündigte gestern an, bei der ersten Trainingseinheit auf dem neuen Grün mitkicken zu wollen.

Der Platz erhält eine pflegeleichte gekräuselte Faser

„Zurzeit wird auf 2240 Quadratmetern die Tennendeckschicht abgefahren“, erläutert Florian Stanka, Landschaftsarchitekt aus Krefeld, die erste Bauphase auf dem etwa 50 mal 25 Meter großen Feld. Anschließend werden Drainagerohre eingesetzt, die Tragschicht erweitert und dann die 35 Millimeter dicke Elastikschicht eingebaut. Für die Elastizität sorgen „geschreddertes Gummi mit Bindemitteln“, berichtet Stanka. Erst danach kommt der Kunstrasen, der mit Sand und Granulat verfüllt wird. Die Stadt hat sich beim Grün für eine gekräuselte Faser entschieden. „Die ist nicht so pflegeintensiv“, sagt Florian Stanka.

„Mit dem vorhandenen Hybridrasen nebenan und dem neuen Kunstrasen-Spielfeld stehen dem TuS Grevenbroich künftig deutlich verbesserte Spiel- und Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung“, betont Fachbereichsleiter Thomas Staff. Zudem entstehe zusammen mit der Turnhalle, die zurzeit saniert wird, und dem laufenden Neubau eines Gebäudes mit Umkleiden und anderen Räumen daneben „eine multifunktionale Sportinfrastruktur, die von viele Gruppen genutzt werden soll“. Die Anlage sei auch für den Sportunterricht der Stufen acht bis zehn der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule vorgesehen. Sportangebote des Jugendfachbereichs sind dort ebenfalls geplant. Die Alte Feuerwehrwache, Zentrum für die Jugendarbeit, liegt nur wenige Meter weiter davon entfernt.

In die Mauer, die bislang das große Spielfeld vom kleineren Platz trennte, wurde ein Durchbruch geschaffen, der Hauptzugang zum Kleinspielfeld soll vom Stadion-Eingang erfolgen. „Bislang musste man um die Turnhalle laufen oder den Weg durch das Tribünentor nehmen“, erklärt Staff.

Auch Bürgermeister Klaus Krützen besichtigte gestern die Baustelle. „Die Investition der Stadt wird möglich durch die Entscheidung, nicht die Alte Feuerwache aus städtischen Mitteln umzubauen, sondern durch die Stadtentwicklungsgesellschaft eine neue Wache errichten zu lassen“, betonte Krützen. Dadurch würden städtische Mittel für andere Investitionen frei. Bereits in Kürze soll die – nach Bombenfunden und -räumung vorgezogene – Erneuerung des Kunstrasens auf der Sportanlage am Türling starten. Für 2018 ist die Erneuerung des Kunstrasens in Gustorf , für 2019 ein neuer Kunstrasen in Wevelinghoven vorgesehen.

An der Erneuerung des Kleinspielfeldes an der Erft beteiligt sich auch der TuS. Er lässt auf seine Kosten die Lichtmasten mit sparsameren LED-Leuchten versehen, zudem wird die Beleuchtung um Leuchten auf der Turnhalle erweitert.

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