Arbeiten zur Entsorgung des belasteten Materials und Verlegung des neuen Pflasters im Neubaugebiet dauern bis zum August.

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Ein Bild vom vergangenen Sommer: Auch am Spielplatz am Mistelweg muss das Pflaster ausgetauscht werden.

Ein Bild vom vergangenen Sommer: Auch am Spielplatz am Mistelweg muss das Pflaster ausgetauscht werden.

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Ein Bild vom vergangenen Sommer: Auch am Spielplatz am Mistelweg muss das Pflaster ausgetauscht werden.

Grevenbroich. Im März vergangenen Jahres wurde der Umweltskandal im Neubaugebiet Kapellen bekannt. Die mit der Fertigstellung der Pflasterarbeiten beauftragte Firma hat offenbar mit Schwermetallen belastetes Material als Bettungsmaterial verwendet. Jetzt steht die Sanierung der Fläche an.

Den Rückbau übernimmt die Firma Raeder aus Mönchengladbach. Am Dienstag beginnen die technischen Vorbereitungen mit dem Aufbau der Baustelleneinrichtung am „Alten Stellwerk“ und auf der Fläche, die die Fa. WurzelBau für den Endausbau der Straße „Im Weizenfeld“ genutzt hat.

Anwohner werden nochmal vor Ort am 2. Mai informiert

Eigentlicher Baubeginn ist am 6. Mai, der gesamte Rückbau soll Mitte August abgeschlossen sein. Er wird abschnittsweise von Norden nach Süden erfolgen.

In jedem Abschnitt beginnen die Arbeiten mit der Entnahme des Pflasters, das von Hand von anhaftendem Bettungsmaterial gereinigt, in abdeckbare Container verladen und entsorgt wird. Das Bettungsmaterial wird mit einem Saugbagger – in beengten Bereichen von Hand – entfernt, ebenfalls in abdeckbare Container verladen und gesondert entsorgt.

Danach nehmen Mitarbeiter des Labors Geotaix Proben aus dem unbelasteten Unterbau. So soll sichergestellt sein, dass das kontaminierte Material vollständig entfernt wurde. Die Analyseergebnisse werden nach drei Tagen vorliegen, bis dahin ist die offenliegende Fläche abgedeckt. Nach Freigabe wird auf der Schottertragschicht die neue Bettung eingebaut, darauf verlegen die Arbeiter neues Pflaster.

Die Arbeiten unterliegen einem Arbeits- und Sicherheitsplan, der mit dem Rhein-Kreis Neuss und der Bezirksregierung Düsseldorf abgestimmt ist. Demnach ist während der Bauarbeiten jede Staubbildung zu vermeiden. Das wird auch dadurch erreicht, dass das Bettungsmaterial feucht gehalten wird.

Die Anwohner werden zu einer weiteren Bürger-Sprechstunde vor Ort informiert. Sie findet am Donnerstag, 2. Mai, um 18 Uhr am Quartiersplatz Mistelweg statt. An dieser Informationsveranstaltung werden Vertreter der KKM (Sicherheits- und Gesundheitskoordination), des Prüflabors Geotaix Umwelttechnologie GmbH (Probenahmen und Analysen), der Firma Raeder (ausführende Tiefbaufirma), der Oberbauleitung Achten & Jansen sowie Vertreter der Stadt Grevenbroich, des Kreises und der DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) teilnehmen. Red

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