Gerät hilft behinderten Menschen, Muskelverspannungen zu lösen.

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Theresa am Motomed mit Sportlehrerin Elisabeth Jarvers sowie Matthias Maaßen, Wilfried Moll und Stefan Kästner (v.l.).

Theresa am Motomed mit Sportlehrerin Elisabeth Jarvers sowie Matthias Maaßen, Wilfried Moll und Stefan Kästner (v.l.).

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Theresa am Motomed mit Sportlehrerin Elisabeth Jarvers sowie Matthias Maaßen, Wilfried Moll und Stefan Kästner (v.l.).

Grevenbroich. Das Gerät, mit dessen Hilfe Theresa ihre Beine trainiert, ähnelt schon stark einem Ergometer. Der Unterschied ist jedoch ein ganz entscheidender: Theresa sitzt nicht auf ihm, sondern hat auf einem Stuhl davor Platz genommen. Es handelt sich um ein spezielles Therapiegerät, das den schwerst mehrfachbehinderten Mitarbeitern der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfB) intensive Muskelbewegung ermöglicht.

Finanzieren konnte Geschäftsführer Wilfried Moll die Anschaffung dank einer Spende des Rolled Products-Werks von Hydro Aluminium. Symbolisch überreichte ihm dafür jetzt Werkleiter Stefan Kästner einen Scheck im Wert von 5000 Euro. Statt seinen Kunden wie üblich Weihnachtsgeschenke zukommen zu lassen, entschied sich Kästner dieses Jahr für die finanzielle Unterstützung der WfB. Eine Woche zuvor übergab das Werk den gleichen Betrag dem Pfadfinderstamm St. Josef.

Wie Theresa kann die Gruppe von bis zu 30 Schwerbehinderten von einem Stuhl aus oder im Rollstuhl sitzend das neue Therapiegerät nutzen. Dabei werden Arm- und Beinmuskeln trainiert, so wird Gelenkversteifungen vorgebeugt. Elisabeth Jarvers, Sportlehrerin in der Betriebsstätte Hemmerden an der Daimler Straße, freut sich über die Anschaffung. So erkenne ein spezielles Programm akute Muskelverspannungen beim Benutzer des Gerätes. „Wir haben viele Personen mit spastischen Lähmungen. Bei Muskelverspannungen versucht es, diese zu lösen, indem es rückwärts fährt“, erklärt Jarvers.

Für Menschen, denen jegliche Restmuskelkräfte fehlen, lasse man das Therapiegerät per Motor laufen, sodass die Beine nicht durch eigene Kraft bewegt werden müssen. Zudem sei es einfach zu transportieren. So kann es nicht nur in der Turnhalle, sondern auch in den Gruppenräumen genutzt werden kann.

Auf die Idee der Anschaffung ist Wilfried Moll bei einem Besuch von Tagesförderstätten in Bayern gekommen. „Durch die Wirtschaftskrise sind auch unsere finanziellen Ressourcen knapp geworden. Daher kam uns die Spende sehr gelegen, um dieses Gerät hier, wo es dringend gebraucht wird, einsetzen zu können“, erklärt Moll.

Die WfB wurde 1965 von der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung gegründet. Für Stefan Kästner und Matthias Maaßen, Controller in der Verwaltung von Rolled-Products und gleichzeitig Vorsitzender des WfB-Verwaltungsrates, ist das Jubiläumsjahr auch ein Grund, die Einrichtung der Lebenshilfe finanziell zu fördern.

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