Jón Thor Gislason, Irmgard Kramer und Isabel Kneisner zeigen ihre Werke.

Versandhalle
Gislason, Kramer und Kneisner (v.l) vor einem Triptychon.

Gislason, Kramer und Kneisner (v.l) vor einem Triptychon.

Georg Salzburg

Gislason, Kramer und Kneisner (v.l) vor einem Triptychon.

Grevenbroich. Drei Künstler und eine Vielzahl von Darstellungstechniken präsentiert die aktuelle Ausstellung in der Versandhalle. „Triptychon der Farben“ heißt die Schau, die am Sonntag bei regem Publikumsandrang öffnete.

Die Künstler, das sind Jón Thor Gislason, Irmgard Kramer und Isabel Kneisner. Alle arbeiten in Düsseldorf und alle haben ihre Arbeiten bereits in Grevenbroich gezeigt. „Von ihnen kam auch der Wunsch, nun ein gemeinsame Ausstellung zu organisieren“, erinnert sich der Kurator Roland Brozio.

Dass er für das aktuelle Projekt die Versandhalle nutzen konnte, erweist sich als optimal, denn der lichtdurchflutete Raum bringt die Exponate in ihrer ganzen Vielfalt zur Geltung.

Ein Triptychon ist ein Gemälde, das aus drei einzelnen Tafeln besteht. Dieses Prinzip haben die Künstler über weite Strecken der Ausstellung aufgegriffen, indem jeder jeweils drei Bilder nebeneinander hängte.

Der gebürtige Isländer Jón Thor Gislason ist in seinem Heimatland als Maler wie auch als Popmusiker bekannt. In der Versandhalle zeigt er Zeichnungen, Aquarelle und figürliche Arbeiten, darunter viele Kindermotive.

Die Ausstellung läuft bis 13. März. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 13 bis 16 Uhr, über Karneval geschlossen.

Diese tauchen auch bei Isabel Kneisner immer wieder auf. Die Figur ist bei ihr in vielen Fällen mit Wachs übermalt, „das hat etwas Konservierendes“, wie Kneisner erklärt. Bei anderen Arbeiten verwendete sie Blattgold, um eine märchenhafte Atmosphäre zu schaffen.

Sand ordnet sich zur Vibration von Musik

Wie Isabel Kneisner hat auch Irmgard Kramer an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Rolf Sackenheim studiert. Ihre gezeigten Radierungen sind in einem außergewöhnlichen Prozess entstanden.

Dazu legt die Künstlerin die künftige Druckplatte auf die Box der Stereoanlage, während diese Musik abspielt. Wenn der Schall die Platte zum Vibrieren bringt, ordnet sich der Sand zu Formen an, die Kramer in den Druckstock einarbeitet.

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