Politiker wollen wissen, wie es zum Anstieg um 1,2 Millionen Euro kommt.

Feuerwache
Die Feuerwache an der Lilienthalstraße ist in die Jahre gekommen. Die Feuerwehr braucht modernere und erweiterte Räume. Die sollen jetzt aber deutlich teurer werden.

Die Feuerwache an der Lilienthalstraße ist in die Jahre gekommen. Die Feuerwehr braucht modernere und erweiterte Räume. Die sollen jetzt aber deutlich teurer werden.

Die Feuerwache an der Lilienthalstraße ist in die Jahre gekommen. Die Feuerwehr braucht modernere und erweiterte Räume. Die sollen jetzt aber deutlich teurer werden.

Grevenbroich. Im Stadtrat wird es Donnerstagabend mit Blick auf den geplanten Um- und Ausbau der Feuerwache an der Lilienthalstraße viel Gesprächsbedarf geben. Grund sind die von der Verwaltung im Sachstandsbericht vorgelegten Mehrkosten von rund 1,2 Millionen Euro. Begründet wird der Kostenanstieg mit der erhöhten Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) sowie mit gestiegenen Materialkosten. Dazu haben die Politiker quer durch die Fraktionen allerdings Fragen.

Notwendigkeit des Ausbaus ist bei allen unumstritten

CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser betont, dass seine Partei die Notwendigkeit des Um- und Ausbaus der Feuerwache zwar sehe und die Kameraden auch unterstütze. Die Mehrkosten – 2012 wurde die Maßnahme noch mit 8,9 Millionen Euro, jetzt mit mehr als 10,1 Millionen Euro veranschlagt – allerdings hätten in seiner Fraktion für „Erstaunen“ gesorgt. „Die HOAI sowie gestiegene Materialkosten können kaum alleine für eine solche Teuerung sorgen“, sagt Kaiser.

Auch bei der SPD gibt es Klärungsbedarf. Stadtverbandsvorsitzender Daniel Rinkert kündigt Fragen an. SPD-Fraktionsvize Holger Holzgräber betont, dass in der Fraktion vor der Ratssitzung noch Gespräche geführt werden. „Die Feuerwehr braucht neue Räume. Das ist unstrittig. Aber für die jetzt gehandelte Summe bekommt man ja im Grunde einen Neubau.“

Dieter Dorok (Grüne) stellt die Frage, wie sich die gestiegenen Kosten in Einklang mit dem Haushaltssicherungskonzept bringen lassen. FDP-Fraktionschef Markus Schumacher stellt prinzipielle Fragen. „Wenn alle Planungen zu kommunalen Bauvorhaben in der Endabrechnung stets deutlich teurer werden als geplant, dann muss der Prozess der Planung grundsätzlich hinterfragt werden“, sagt er.

Klar scheint, dass die Fraktionen auch intern noch eine Menge zur neuen Feuerwache zu besprechen haben. Dass es bei den 8,9 Millionen Euro, die 2012 für Umbau und Erweiterung des Gebäudes veranschlagt wurden, nicht bleiben würde, hatte beim Fassen des Grundsatzbeschlusses schon mancher Ratsherr geahnt. Der damalige CDU-Fraktionschef Norbert Gand etwa hatte seinerzeit gewarnt, dass durch zu hohe Kosten andere Baumaßnahmen blockiert werden könnten. Für diese Warnung hatte er teils harsche Kritik einstecken müssen.

Mit dem Um- und Ausbau der Feuerwache an der Lilienthalstraße soll ab 2015 begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant. Der Landrat als Aufsichtsbehörde muss allerdings „grünes Licht“ geben.

Einig sind sich die Politiker unabhängig von der Kostendebatte allerdings, dass die Feuerwehr neue Räume benötigt.

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