Mieter und Vermieter konnten sich nach zwölf Jahren nicht auf neue Konditionen einigen.

Auszug
Was mit der Fläche im Parkhaus Rheintor passiert, ist noch nicht klar. Foto: Andreas Woitschützke

Was mit der Fläche im Parkhaus Rheintor passiert, ist noch nicht klar. Foto: Andreas Woitschützke

Was mit der Fläche im Parkhaus Rheintor passiert, ist noch nicht klar. Foto: Andreas Woitschützke

Neuss. Ein Fitnessstudio mit Blick auf den Hafen, besser geht es kaum. Bei Fitness First im Parkhaus Rheintor haben Kunden neben 1800 Quadratmeter Trainingsfläche, Sauna und Ruheraum auch einen guten Ausblick. Doch nicht mehr lange: denn das Studio schließt. Ab Ende Mai kann dort nicht mehr trainiert werden. Ein Grund: Mieter und Vermieter konnten sich nicht auf neue Konditionen einigen.

Der Betreiber der Immobilie, die City Parkhaus GmbH, bedauert den Verlust des Mieters. Dirk Reimann, Vorstand der Neusser Bauverein AG, zu der die Parkhäuser gehören, betont: „Es ist eine einseitige Sache. Wir hätten das Fitness First gerne behalten.“ Zwölf Jahre lang war das Studio im Parkhaus angesiedelt. Beide Seiten hatten etwas davon. „Die Kunden konnten kostenlos parken und wir haben dann intern abgerechnet“, sagt Reimann.

Nun scheitert eine Verlängerung des Vertrages daran, dass sich Vermieter und Mieter nicht einigen konnten. Fitness First wollte nach Angaben Reimanns weniger Miete bezahlen. „Wir haben dann mehrere Optionen angeboten.“ Diese seien aber alle abgelehnt worden. Entrüstet ist Reimann darüber, dass die Absage der Kette in einer „lapidaren E-Mail“ kam.

Club entspricht nicht mehr den Ansprüchen der Betreiber

Was mit der Fläche passiert, ist noch unklar. Entweder man finde einen anderen Mieter oder eine andere Nutzung, oder Fitness First überlege es sich noch einmal, sagte Reimann.

Das schließt die Fitnesskette allerdings aus. Für First Fitness sind die Mietkonditionen nicht der einzige Grund für den Auszug. „Manchmal kann man sich einigen, und manchmal liegen die Vorstellungen zu weit auseinander“, sagt Sirin Emre, Sprecherin der Kette. Zusätzlich genüge der Club nicht mehr den Ansprüchen der Betreiber und der Nutzer. Die Räumlichkeiten müssten umgebaut werden, meint Emre: „Das wären zu hohe Investitionen.“

Wer einen Vertrag bei Fitness First und bisher in Neuss trainiert hat, hat nun ein Sonderkündigungsrecht. Alternativ könnten Kunden in Düsseldorf in den Platinum-Clubs trainieren, sagte die Sprecherin. Informationen dazu würden im Studio bekannt gegeben.

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