Am Freitagabend empfängt der NEV die Eisbären aus Hamm, am Sonntag die Moskitos aus Essen.

Neuss. Die Ergebnisse aus den vier Spielen des Neusser EV in der Eishockey-Oberliga gegen die Zweitvertretung der Frankfurter Löwen verdeutlichen den kontinuierlichen Leistungsanstieg des NEV. Mit einer 4:6-Niederlage sind die Schützlinge von NEV-Trainer Andrej Fuchs eingestiegen. Dann folgten Siege mit 5:4, 6:3 und zuletzt ein souverän herausgespieltes 6:2 (2:0, 2:1, 2:1) in der Reuschenberger Eishalle.

Damit legten die Neusser, die in den ersten Wochen der Saison mehrfach mit den Frankfurtern die Rote Laterne getauscht hatten, zwischen sich und die Löwen einen Sieben-Punkte-Abstand. Mit dem Motto „Sich auf das Machbare konzentrieren“ legten die Neusser Youngster mit Volldampf los. Nach nur 19 Sekunden erzielte der 20-jährige Pascal Rüwald mit einem schönen Alleingang die Neusser 1:0-Führung.

Zwei Prügelszenen vergifteten die Atmosphäre auf dem Eis

Knapp zehn Minuten später sorgte Sascha Drehmann, als zwei Frankfurter die Strafbank drückten, für das verdiente 2:0. Plötzlich, nur gut eine Minute später, drohte die Partie zu entgleisen. Zwei Prügelszenen auf dem Eis innerhalb von 20 Sekunden vergifteten die Rivalität der Kontrahenten. Das Schiedsrichter-Trio griff schnell und hart durch, verhängte ein paar Zeitstrafen und schickte den Neusser Dennis Appelhans sowie den Frankfurter Bergen Pak in die Kabinen. Schlagartig beruhigten sich die Gemüter.

Im zweiten Drittel bauten die Neusser ihren Vorsprung durch Tore von Niklas Solder und Thimo Dietrich auf 4:0 aus. Ihre Überlegenheit wurde immer deutlicher, doch Treffer blieben im Vergleich zu den sich bietenden Chancen Mangelware. Das gleiche Bild im Schlussdrittel. Die Tore von Yannick Preuss und Davis Bineschpayouh waren überfällig. Für Frankfurt erzielte Christian Wehner die Gegentreffer zum 4:1 und 6:2. Das Fazit aus Neusser Sicht: Sechs der acht aufgebotenen Stürmer trugen sich in die Torschützenliste ein, die NEV-Abwehr spielte taktisch klug und erfolgreich.

Eisbären aus Hamm sind die Wundertüte der Saison

Leider handelte sich wieder ein Hitzkopf eine Spieldauerstrafe ein: Dennis Appelhans muss am Freitag beim Heimspiel gegen Lippe Hockey Hamm gesperrt pausieren. Was Leistungsschwankungen betrifft, sind die Hammer Eisbären die Wundertüte der Saison. Nach guten Ergebnissen enttäuschten sie kürzlich bei ihrer 3:4-Niederlage in Neuss.

Das nächste Heimspiel des NEV findet bereits am Sonntag gegen die Essener Moskitos statt. Die Essener sind für den Neusser EV eigentlich eine Nummer zu groß. Das zeigen nicht nur die drei Siege in dieser Saison. Dass die Moskitos nur auf dem vierten Platz rangieren ist eine Folge ihrer Leistungsschwankungen. Auch ihr 4:3-Heimsieg gegen Neuss hing am seidenen Faden. Und daher erwarten die Neusser den Favoriten nicht ängstlich erstarrt. Aber ihnen fehlen halt Stürmer, die in der Lage sind, bei einer drohenden Niederlage das Match alleine zu entscheiden. K.K.

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