Ausstellung „Mit Pistole und Schablone“ zeigt Keramikdekore um 1930.

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Keramikdekore um 1930 stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Mit Pistole und Schablone“ im Museum Zons. Fritz und Bodo Wieneke-Zuschlag vor ihrer Sammlung.

Keramikdekore um 1930 stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Mit Pistole und Schablone“ im Museum Zons. Fritz und Bodo Wieneke-Zuschlag vor ihrer Sammlung.

Keramikdekore um 1930 stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Mit Pistole und Schablone“ im Museum Zons. Fritz und Bodo Wieneke-Zuschlag vor ihrer Sammlung.

Georg Salzburg, Bild 1 von 2

Keramikdekore um 1930 stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Mit Pistole und Schablone“ im Museum Zons. Fritz und Bodo Wieneke-Zuschlag vor ihrer Sammlung.

Rhein-Kreis Neuss. „Mit Pistole und Schablone“ heißt die neue Ausstellung, die am morgigen Sonntag um 11 Uhr im Kreismuseum Zons eröffnet wird. Wer jedoch bei dem Titel an Revolver oder sonstige Feuerwaffen denken mag, der irrt. Denn zu sehen bekommt der Besucher etwas ganz anderes: Mehr als 100 Keramikdekore aus der Zeit um 1930 hat Museumsleiterin Angelika Riemann zusammengestellt.

Muster wurden mit einer Spritzpistole aufgetragen

Mit Spritzpistolen, die auch als Luftpinsel oder Aerograph bezeichnet werden, wurden die Motive auf Vasen, Teller, Kannen, Tortenplatten und Schalen gesprüht. Auffallend ist dabei die gestalterische Zurückhaltung. Denn statt komplizierter Bemalungen prägen geometrische Grundformen wie Kreise, Drei- und Rechtecke das Dekor, das mit Hilfe von Schablonen aus Metall, Pappe oder Papier aufgetragen wurde.

Diese heute noch modern erscheinende Art der Gestaltung ist laut Riemann ein Bruch mit den damaligen traditionellen Formen und Motiven. Es wurde nicht mehr gemalt, sondern gespritzt. Jedes Stück hatte den Charakter eines Einzelstücks, bestimmt durch die handwerkliche Tätigkeit.

Zur Ausstellung gehören neben den Keramiken auch etwa 20 Zeichnungen und Textilarbeiten bekannter Künstler aus Zeiten von Bauhaus und Jugendstil, etwa von Heinrich Hoerle oder Arthur Segal. „Damit unterstreichen wir die eindeutigen Parallelen der bildenden und angewandten Kunst“, sagt Riemann.

Keramiken werden zum ersten Mal ausgestellt. Die farbenfrohen Keramiken kommen alle aus der privaten Wieneke-Zuschlag- Sammlung. Über die geglückte Zusammenarbeit sei Angelika Riemann sehr erfreut, denn so könnten die Werke zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Kinder und Jugendliche können am Sonntag, 13. März, selbst aktiv werden und eigene Teller mit einer Schablonentechnik gestalten. Weitere Informationen unter 0 21 33/ 53020

Aber auch die beiden Sammler sind begeistert. „Die Stücke haben hier sehr viel Luft und Raum“, schwärmen Fritz und Bodo Wieneke-Zuschlag. Etwa fünf Prozent ihrer Sammlung werden im Zonser Museum gezeigt. Der Rest befinde sich bei den Wieneke-Zuschlags Zuhause. Das Sammeln sei eben eine Sucht, scherzen die beiden Kunstliebhaber.

Wer die Ausstellungen sehen will, hat noch bis zum 25. April Gelegenheit.

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