Straßen NRW will eine Ampel am Ortsausgang von Nievenheim fördern. Die Stadt liebäugelt mit einer teureren Lösung.

Dormagen. Die Kreuzung Straberger Weg/Neusser Straße (L 380) gilt schon seit langem als einer der Unfallschwerpunkte in Dormagen. Auf der Landstraße geben die Autofahrer Gas: Wer vom Straberger Weg kommt, muss auf der Hut sein. Die Stadt möchte diese gefährliche Stelle schon seit langer Zeit entschärfen – jetzt könnte sich etwas tun.

Kreisverkehr soll zur Reduzierung der Geschwindigkeit beitragen

Wie der für die Neusser Straße zuständige Landesbetrieb Straßen NRW bestätigte, ist der Verkehrsknoten Straberger Weg/L 380 auf ihre Förderliste gerutscht. Das Problem: Das Land hält eine Verkehrsberuhigung durch eine Ampelanlage für ausreichend. Dormagen ist da anderer Ansicht. Sprecher Harald Schlimgen sagt: „Der Wunsch der Stadt ist ein Kreisverkehr.“ So sieht es auch der Verkehrsentwicklungsplan für diese Stelle vor. In dem Schriftstück heißt es, der Kreisverkehr sei die bevorzugte Lösung, da durch ihn gleichzeitig die Geschwindigkeit am Ortsausgang von Nievenheim reduziert werden könnte.

Bei der Entscheidung für eine der Varianten ist die Finanzierung ein gewichtiger Faktor. Das Land würde lediglich eine Ampel für 100 000 Euro fördern – nicht aber einen Kreisverkehr, der nach einer groben Schätzung der Stadt 300 000 Euro kosten würde. Die Differenz müsste die Stadt selbst zahlen. Ob das mit der aktuellen Haushaltslage vereinbar ist, darüber wird die Politik beratschlagen müssen.

Doch erstmal geht die Stadt in die Detailplanung. Schlimgen sagt: „Wir wollen zunächst eine Gesamtkonzeption für Nievenheim erstellen und dann im Laufe des Jahres einen Planungsauftrag vergeben.“ In der Konzeption soll es auch um die Fragestellung gehen, wie man das hohe Verkehrsaufkommen auf Neusser Straße und Bismarckstraße in den Griff bekommen könnte.

Geduld ist gefragt: Dormagen steht beim Land auf Platz 29 von 30

Bis wirklich einmal die Bagger an der L 380 rollen, wird noch etwas Zeit vergehen. Auf der Landesliste steht die Maßnahme in Nievenheim auf Platz 29 von 30. Die Stadt könnte den Prozess lediglich durch eine Vorfinanzierung beschleunigen.

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