Im Jubiläumsjahr der Zonser Freilichtbühne wird Dornröschen aufgeführt.

Vier Generationen stehen bei dem Stück auf der Bühne. Die Altersspanne reicht von einem (Julie) bis 84 Jahren (Regi Schuhmacher).
Vier Generationen stehen bei dem Stück auf der Bühne. Die Altersspanne reicht von einem (Julie) bis 84 Jahren (Regi Schuhmacher).

Vier Generationen stehen bei dem Stück auf der Bühne. Die Altersspanne reicht von einem (Julie) bis 84 Jahren (Regi Schuhmacher).

Vier Generationen stehen bei dem Stück auf der Bühne. Die Altersspanne reicht von einem (Julie) bis 84 Jahren (Regi Schuhmacher).

Marek, Bild 1 von 2

Vier Generationen stehen bei dem Stück auf der Bühne. Die Altersspanne reicht von einem (Julie) bis 84 Jahren (Regi Schuhmacher).

Dormagen. Am Sonntag feierte die Freilichtbühne der Stadt Zons mit dem beliebten Grimm-Märchen Dornröschen 60-jähriges Bestehen – ein gelungenes Jubiläum. Die Schwierigkeiten im Vorfeld der Aufführung, als bei einem Brand in einer Zonser Schule ein Großteil der dort gelagerten Requisiten und Kostüme in Flammen aufging, oder das schlechte Wetter der letzten Wochen, dass immer wieder die Proben der Laiendarsteller unterbrochen hatte, waren vergessen, als vor einer fast vollen Zuschauertribüne im ehemaligen Zwinger des Schlosses Friedestrom die Glocken den Beginn der Aufführung signalisierten.

Jürgen Reinecke inszeniert für Jung und Alt

Das Märchen ist den meisten Gästen wohl bekannt: Bei Dornröschens Taufe begehen ihre Eltern (Torsten Iedema als König und Martina Wirtz als Königin) den entscheidenden Fehler. Weil für das Fest ein goldener Teller fehlt, laden sie nur zwölf statt alle dreizehn Feen des Reiches ein. Mit bösen Folgen: Ungeladen taucht die Fee der Nacht (Manuela Fuhrmann-Feder) auf dem Fest auf und spricht über Baby-Dornröschen den unheilvollen Zauber aus, der es 16 Jahre später in einen 100-jährigen Schlaf fallen lässt.

Auch im Jubiläumsjahr schafft es Jürgen Reinecke, der das Grimm-Märchen für die Freilichtbühne bearbeitet hat, mit einer tollen Inszenierung und dem bewährten Mix aus Musik, Spiel und Tanz, große und kleine Zuschauer in den Bahn zu ziehen.

Die Frauen im Stück haben die Hosen an

Das Stück lebt von einer modernen Interpretation, in der die Frauen die Hosen anhaben. So wie Michaela Borner und Angelika Müller, die sich in der Rolle der Frau Bürgermeister abwechseln und Marlies Knops als die in bestem Kölsch daher plappernde Wirtin zur Reblaus.

Feen in farbenprächtigen Kleidern, freche Küchenhelfer, ein etwas unbedarfter König und natürlich Dornröschen und ihr Prinz (Kerstin Bolz und Fritz Florack) führen die Zuschauer in ein wunderschönes Happy End.

Zu sehen ist Dornröschen bis zum 15. September vor allem sonntags um 16 Uhr auf der Zonser Freilichtbühne. Bei Dauerregen fallen die Vorstellungen aus. Kartenvorbestellungen und weitere Infos im Internet unter:

www.freilichtbuehne-zons.de

Insgesamt standen bei Dornröschen vier Generationen auf der Bühne, die jüngste Darstellerin war mit einem Jahr Julie, die älteste mit 84 Jahren Regi Schuhmacher. Am Ende hielt trotz eines wolkenverhangenen Himmels über Zons nicht nur das Wetter. Auch erfüllte sich die in der Begrüßungsrede von Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann geäußerte Hoffnung, dass keiner der Zuschauer in einen Dornröschenschlaf fallen würde.

Ganz im Gegenteil: „Ich fand die Vorstellung richtig toll. Vor allem der ständig schlafende Hofmarschall war total witzig“, meinte etwa die neunjährige Hannah. Benjamin (6) dagegen hat sich vor allem über die Kochgesellen amüsiert: „Das hat richtig echt ausgesehen, als die sich die Backpfeifen gegeben haben.“

Wie immer schafften es die Organisatoren Elisabeth und Harald Krumbein mit Hilfe der wunderbaren Kostüme von Karin Scharn, eines stimmigen Bühnenbildes von Axel Troppenz und einer wunderbaren Choreographie von Ursula und Josef Tesch, eine witzig-schöne Premiere aufs Zonser Pflaster hinzulegen.

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