In Stürzelberg hat die Hochwasser-Sicherung begonnen. Die Deichmauer ist marode.

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In Stürzelberg wurden schon die Deichtore geschlossen.

In Stürzelberg wurden schon die Deichtore geschlossen.

Absperrungen wie diese wird es in den nächsten Tagen oft in Dormagen geben.

Franziska Gräfe, Bild 1 von 2

In Stürzelberg wurden schon die Deichtore geschlossen.

Dormagen. In Dormagen laufen die Vorbereitungen für die erwartete Flutwelle auf Hochtouren. Obwohl die Pegelhöhe von acht Metern in Köln, bei der in Zons und Stürzelberg regulär mit den Vorkehrungen begonnen wird, noch lange nicht erreicht war, ordnete die Bezirksregierung bereits am Freitag den Aufbau der mobilen Hochwasserschutzwände an.

Grund war die besondere Situation in Stürzelberg, wo die Deichmauer massiv beschädigt ist und mit zusätzlichen Maßnahmen geschützt werden muss. „Diese Stelle erfordert unsere besondere Aufmerksamkeit.

Deshalb haben wir entschieden, hier früher mit der Sicherung zu beginnen, zumal klar war, dass wir die kritische Marke von acht Metern in jedem Fall erreichen werden“, erläuterte Ulrike Nienhaus, Leiterin des Dezernates Wasserwirtschaft und Gewässerschutz im Regierungspräsidium in Düsseldorf.

Ab acht Uhr am Samstagmorgen bis spät in die Nacht waren 21 Freiwillige des Technischen Hilfswerks, elf Kameraden der Reservistenkameradschaft und auch Mitglieder des Erbentages damit beschäftigt, die Tore an Deichstraße, Dorfplatz und Uferstraße zu schließen, mobile Sicherungswände aufzustellen und Teilstücke zusätzlich mit 1,8 Tonnen schweren Betonblöcken zu sichern.

Auch die „fakultative Notertüchtigung“ des maroden Mauerstücks mit Sandsäcken, zuletzt im Dezember noch einmal geübt, funktionierte reibungslos.

Deichgräf: Koordination hat super funktioniert

„Es läuft alles sehr gut, man merkt, dass die Abläufe vorher geprobt wurden“, bescheinigte Nienhaus. Auch Deichgräf Eduard Breimann, seit Freitagnachmittag nonstop im Einsatz, war nach der Komplettbegehung am Sonntagmorgen zufrieden: „Die Koordination der fünf Arbeitsstellen inklusive der Kiesgrube, wo die Sandsäcke befüllt wurden, hat super funktioniert. Wir haben unseren Zeitplan sogar noch einmal leicht unterschritten.“

Besondere Hochachtung zeigte er für die Ehrenamtler, die „bis zur Erschöpfung“ gearbeitet hätten. Den Höchststand von etwa neun Metern erwartet Breimann in der Nacht von auf Dienstag.

Auch wenn der Pegel wieder sinkt, wird ein Großteil der Aufbauten bis zum Ende der Hochwassersaison am 30. April stehen bleiben. Breimann: „So einen großen Aufwand und die damit verbundenen Kosten können wir nur einmal leisten.“

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