Die Bürgerinitiative Gaspreisprotest fordert eine Rückzahlung vom Energieversorger.

Die Dormagener Georg Manoussos (li.) und Hans-Joachim Woitzik wollen auch im neuen Jahr für die Evd-Rückzahlungen kämpfen.
Die Dormagener Georg Manoussos (li.) und Hans-Joachim Woitzik wollen auch im neuen Jahr für die Evd-Rückzahlungen kämpfen.

Die Dormagener Georg Manoussos (li.) und Hans-Joachim Woitzik wollen auch im neuen Jahr für die Evd-Rückzahlungen kämpfen.

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Die Dormagener Georg Manoussos (li.) und Hans-Joachim Woitzik wollen auch im neuen Jahr für die Evd-Rückzahlungen kämpfen.

Dormagen. Ein positives Jahresfazit zieht die im September 2011 gegründete Bürgerinitiative Gaspreisprotest (die WZ berichtete) über ihren Kampf gegen die Energieversorgung Dormagen (Evd): „Rund 4600 Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift dem Protest gegen die Evd angeschlossen und damit die Rückzahlung zu viel erhobener Gasentgelte gefordert,“ sagt Hans-Joachim Woitzik, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative.

Dieser Erfolg könne auch nicht durch die von Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann verweigerte Entgegennahme der Unterschriften geschmälert werden. „Die trotzige Haltung des Bürgermeisters hat seinem bereits stark ramponierten Ansehen nur noch weiteren Schaden zugefügt,“ sagt Georg Manoussos von der Bürgerinitiative.

Die Bürgerinitiative hält ihre Sprechstunden für einen Erfolg

Vor allem die von der Bürgerinitiative in den vergangenen drei Monaten durchgeführten Bürgersprechstunden – an 20 Terminen beriet die Initiative im Hotel Höttche – habe großen Zuspruch gefunden. Die Hilfestellung für die Bürger bei diesem recht komplizierten Thema habe immerhin dazu geführt, dass laut Angaben der Initiative mehr als 500 Haushalte bis zum Jahresende Rückzahlungen verlangt und damit die Verjährung dieser Forderung aufgehalten haben. Ansonsten wären die Ansprüche aus dem Jahr 2008 verjährt. Dabei geht es um ein Rückzahlungsvolumen von bis zu 320 000 Euro.

In fast 100 Fällen hätten Gaskunden den Klageweg beschritten oder aber beim zentralen Mahngericht in Hagen einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragt, sagt Manoussos. Dies bedeute, dass die auf diesem Wege geltend gemachten Forderungen von der Evd an die Bürger erstattet werden müssten.

Die Evd spricht von geringeren Zahlen bei Klagen und Mahnungen

Bei der Evd sind die Verantwortlichen überrascht über die hohen Erfolgszahlen der Initiative: „Diese Zahlen können wir keinesfalls bestätigen. Bis heute liegen uns zwei Klagen und Mahnbescheide von 22 Kunden aus dem Jahr 2011 vor“, sagt der Bereichsleiter Vertrieb, Karl-Heinz Junggeburth.

Manoussos, der als einer von vier Klägern schon Recht gegenüber der Evd bekommen hat, appelliert abseits aller Zahlenspiele an den Gasversorger: „Die Evd muss einen Schritt nach vorn machen und eine Rückzahlung der Gelder von sich aus anbieten.“

Die Bürgerinitiative werde auch im neuen Jahr mit Bürgerversammlungen und Sprechstunden ihre Arbeit für die Bürger fortsetzen, sagt Manoussos. Auch sollen weiter Unterschriften gesammelt werden. „Wir wollen die Zahl 5000 vollmachen.“ Aus seiner Sicht kann Bürgermeister Hoffmann diese Zahl an Unterschriften nicht auch ignorieren.

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