Personenfähre soll bis Oktober über den Rhein pendeln. Am Samstag ist Schiffstaufe.

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Angelegt: Das Piwipper Böötchen nach einer Testfahrt.

Angelegt: Das Piwipper Böötchen nach einer Testfahrt.

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Angelegt: Das Piwipper Böötchen nach einer Testfahrt.

Dormagen. Böllerschüsse auf beiden Rheinseiten werden am Samstag einen wahrhaft historischen Moment ankündigen: Nach mehr als 35 Jahren nimmt die Personenfähre von der Rheinfelder Piwipp nach Monheim den Betrieb wieder auf. Möglich macht dies der links- und rechtsrheinische Kräfte einende Verein Piwipper Böötchen, der innerhalb von rund zwei Jahren 200 000 Euro eingeworben und jede Menge Herzblut, Sachverstand und praktische Arbeit investiert hat.

„Wir hatten die außerordentlich glückliche Konstellation, einen derart fähigen Vorstand zusammenzubringen, und sind auch für die Kooperation der über 20 beteiligten Behörden sehr dankbar“, lobt Heiner Müller-Krumbhaar, Vorsitzender des Vereins, das Zusammenspiel aller Beteiligten. Noch liegt die blau-rot getünchte Barkasse in einem Industriehafen bei Köln. Am Samstag Nachmittag gegen 15 Uhr wird sie, gesteuert von den beiden Kapitänen Wolfgang Hoffmann und Bernd Voigt, auf dem Rhein zwischen Rheinfeld und Monheim erwartet. Zwei Feuerwehrboote und die DLRG geben das Geleit.

Zunächst gehen auf der Rheinfelder Seite Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, Vertreter des Chemparks und Kathi Siepen, Enkelin des letzten Fährmanns Willi Siepen, an Bord. Am Monheimer Ufer auf Höhe der Marienkapelle wird das Piwipper Böötchen gesegnet und getauft. Als Taufpate fungiert Patrick Schwarz-Schütte, dessen Vater Rolf Schirmherr und Gönner des Vereins ist.

Testbetrieb ist kostenlos – ab 2013 werden zwei Euro fällig

An beiden Ufern dürfen sich Besucher auf Volksfeststimmung freuen. Dafür sorgen an der Piwipp unter anderem der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr. Von 17 bis etwa 20 Uhr ist das Piwipper Böötchen dann im Pendelverkehr zwischen Rheinfeld und Monheim unterwegs. Wer einen Platz an Bord ergattern kann – pro Überfahrt werden maximal zwölf Personen befördert – muss nichts bezahlen, darf sich aber mit einer kleinen Spende erkenntlich zeigen.

Bis Oktober soll die Personenfähre dann samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr über den Rhein pendeln. „Wir fahren in dieser Saison im kostenlosen Testbetrieb, denn es gibt noch eine Reihe von Fragen, die wir erst nach praktischer Übung beantworten können“, erklärt Müller-Krumbhaar.

Ab dem Frühjahr 2013 werden pro Person und Überfahrt zwei Euro fällig, um die Kosten des Fährbetriebs zu decken.

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