Dormagen. Rund 2,8 Millionen Euro mehr wird die Grundsanierung und Erweiterung des Dormagener Hallenbades kosten als angenommen. Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) stellte am Donnerstag die errechnete Kostensteigerung von 8 Millionen Euro auf 10,8 Millionen Euro vor – Gründe seien der gestiegene Baukostenindex um etwa 16 Prozent und die neue Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Die Sanierung der beiden Hallenbäder in Dormagen und Nievenheim, die 2013 in einem Bürgerentscheid abgelehnt worden war, würde sich demnach von 8,8 Millionen Euro auf 12,3 Millionen verteuern.

Die Grundsanierung bleibt jedoch die günstigste Lösung

Bürgermeister Erik Lierenfeld, auch Aufsichtsratsvorsitzender der SVGD, betonte: „Trotz Kostensteigerung hat sich nichts Grundlegendes geändert: Die Grundsanierung und Erweiterung des Hallenbades an der Robert-Koch-Straße ist immer noch die wirtschaftlichste Lösung, nämlich 1,5 Millionen Euro günstiger.“ Es gehe nicht um ein Luxusbad, sondern darum, das Schwimmen für alle, aber vor allem für Schüler – eine „Pflichtaufgabe für die Stadt“ – sicherzustellen. Eine Alternative – wie nur eine Teilsanierung eines Bades – kommt für den Bürgermeister nicht in Frage: „Wir können die beiden maroden Bäder nicht so lassen und abwarten, bis sie zusammenbrechen.“ Die Mehrkosten wird die SVGD über Kredite auffangen, wie Geschäftsführer Klaus Schmitz erläuterte: „Wir hoffen, dass der Mehraufwand durch die zurzeit niedrigen Zinsen gedeckt werden kann.“ In der neuen Summe sind auch acht Prozent Puffer für nichtvorhersehbare Kostensteigerungen enthalten.

Wie Ingenieur Lienhard Schulte-Noelle vom Bäder-Projektmanager Constrata erläuterte, seien nicht alle Kosten ohne eingehende Prüfung der Gegebenheiten vorher feststellbar. Nun seien die Kosten realistisch: „Die Wünsche für das Bad in Dormagen sind alle im Rahmen, dort wurde nichts Unmäßiges vorgesehen“, sagte der Bäder-Experte. Architekt Sebastian Neuhaus stellte die Detailplanungen des Gebäudes und der Räume vor, mit Eingangsbereich, Umkleiden, Duschen und Schwimmbereich mit 500-Quadratmeter-Becken mit acht 25-Meter-Bahnen, Lehrschwimmbecken und Kinderschwimmbereich.

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