Händler diskutierten gemeinsam, wie die City attraktiver werden kann.

Dormagen. Eine so lange, harmonische und fruchtbare Zusammenkunft haben die Mitglieder der Werbegemeinschaft Dormagen noch nicht erlebt. Fünf Stunden lang arbeiteten sie an einer besseren Zukunft für ihre Organisation und für ein attraktivere und erfolgreiche Innenstadt. Als wesentlichstes Ergebnis stand unter dem Strich die offenbar längst fällige Erkenntnis und Einigung darauf, dass ein City-Manager eingestellt werden soll.

Die WSD soll es auch in Zukunft geben

Zu dessen Finanzierung wurde gleich eine ganze Reihe von Vorschlägen notiert. Für die VR Bank erklärte sich Vorstand Theodor Siebers spontan bereit, diesem City-Manager kostenlos eine Anlaufstelle im Gebäude an der „Kö“ bereitzustellen. Eine Arbeitsgruppe soll bis zu einer Mitgliederversammlung Ende November ein detailliertes Konzept erarbeiten. „Wir haben ein schönes, gemeinschaftliches Ergebnis erreicht“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Nachdem WSD-Vorsitzender Frank Lemke erklärt hatte, seinen Vorsitz abzugeben, drohte auf der Mitgliederversammlung im Juli das Aus der Händlergemeinschaft. Lierenfeld rettete damals die Situation mit seinem Vorschlag, einen Workshop zur Zukunft der WSD zu initiieren. Der brachte am Mittwoch den Durchbruch. Mehr als 30 Händler kamen zusammen und arbeiteten konzentriert am Thema Werbemeinschaft und Innenstadt.

Dass die Stimmung ausgesprochen gut und konstruktiv war, lag an der guten Vorbereitung durch Lierenfeld und Lidia Wygasch-Bierling aus der Wirtschaftsförderung. Es ging zunächst darum, dass die WSD-Mitglieder ihre Wünsche und Erwartungen schriftlich formulierten. Aus dieser Sammlung wurden dann thematische Schwerpunkte gebildet, die vertiefter bearbeitet wurden. Am Ende des Prozesses blieben drei Kern-Ziele übrig, die in der Runde Konsens waren: eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, die weitere Attraktivierung der City und die Schaffung aufgabenorientierter Arbeitsstrukturen.

In der Arbeitsgruppe, die die Rahmenbedingungen für einen City-Manager entwickeln sollen, sind die Stadt (Bürgermeister), Elke Deutschländer, Andrea und Frank Lemke, Hans-Dieter Lehnhoff und die SVGD vertreten. Sie sollen auch beraten, ob es in der Form mit der WSD weitergeht. „Davon gehe ich aus“, sagte Noch-Vorsitzender Frank Lemke Donnerstag. „Der Workshop hat viel gebracht. Die Idee eines City-Managers ist absolut richtig, die Finanzierung wird nicht leicht.“

Wie die zu bewerkstelligen sein könnte, dazu gaben die WSD-Mitglieder einen Strauß von Anregungen: Zum Beispiel pro Mitglied und Tag einen Euro bezahlen, die Parkgebühren oder den Gewinn aus den Innenstadtmärkten dafür nutzen. Die Stadt soll sich auch anteilig an dieser Finanzierung beteiligen.

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