14 Vereine wollen sich gegen die Pläne des Kreises wehren – jetzt auch politisch.

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Diesen Anblick sollen bald nur noch zahlende Gäste genießen.

Diesen Anblick sollen bald nur noch zahlende Gäste genießen.

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Diesen Anblick sollen bald nur noch zahlende Gäste genießen.

Dormagen. Der Widerstand nimmt Form an: 14 Vereine haben am Mittwoch eine Bürgeranregung gegen das Vorhaben des Kreises beschlossen, zukünftig Eintritt für den Park am Zonser Kreismuseum zu erheben.

In dem Schriftstück heißt es: „Der Vorschlag entspricht weder dem Geist der bisherigen interkommunalen Abstimmungsgespräche zu dieser Angelegenheit noch den Zielen des zwischen Stadt und Kreis einvernehmlich beschlossenen Erbpachtvertrages.“ Zudem sei eine Einschränkung des Zugangs ein erheblicher Rückschritt für die touristische Entwicklung in Zons. Schließlich mache das Schlossgelände ein Sechstel der Altstadtfläche aus.

Entscheidung wird im Kreisausschuss fallen

Die Entscheidungshoheit liegt in diesem Fall beim Rhein-Kreis Neuss, der das Schloss Friedestrom von der Stadt Dormagen gepachtet hat, und damit beim Kreistag. Die Bürgeranregung wird daher auch im Kreisausschuss behandelt.

Bislang hat der Kreis noch keine Bereitschaft signalisiert, von seinen Plänen abzuweichen. Ab Frühjahr sollen die Tore geschlossen bleiben. Wer den Park besuchen will, muss dann ein Museumsticket für fünf Euro lösen. Das soll die Wirtschaftlichkeit des Museums verbessern. Dieses wird jährlich mit rund 550 000 Euro bezuschusst. Laut Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes rechtfertigen die jüngsten Sanierungs- und Verschönerungsmaßnahmen durchaus die Erhebung eines Eintritts.

Vereine glauben: Besuchern wird der Eintritt zu teuer sein

Ganz anders sehen das die Zonser Vereine. Sie glauben: Die Hoffnung auf die steigende Besucherzahl und damit verbundene Mehreinnahmen für die Umgestaltung des Kreiskulturzentrums wird sich nicht erfüllen, weil vielen Gästen der kombinierte Eintrittspreis zu teuer sein wird. Red

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